42thinking https://42thinking.de Diagonalgedacht und längsgeschaut - Technisch-philosophische Gedanken Wed, 21 Oct 2020 13:21:04 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 https://i1.wp.com/42thinking.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-Logo_qu.jpg?fit=32%2C32&ssl=1 42thinking https://42thinking.de 32 32 158163482 Wie werde ich nicht wie mein Vater? https://42thinking.de/2020/10/wie-werde-ich-nicht-wie-mein-vater/ https://42thinking.de/2020/10/wie-werde-ich-nicht-wie-mein-vater/#respond Wed, 21 Oct 2020 13:10:59 +0000 https://42thinking.de/?p=1691 Zugegeben – es ist ein eher fiktiver Titel, da ich an meinen Vater nur die besten Erinnerungen habe, was aber möglicherweise nur an der Unkenntnis aller seiner Lebensumstände und seiner Geheimnisse liegt. Allerdings habe ich …

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Zugegeben – es ist ein eher fiktiver Titel, da ich an meinen Vater nur die besten Erinnerungen habe, was aber möglicherweise nur an der Unkenntnis aller seiner Lebensumstände und seiner Geheimnisse liegt.

Allerdings habe ich schon mehrfach die Titel-Frage gehört, weshalb ich jetzt einmal ein paar Gedankengänge dazu formulieren möchte.

Manchmal findet man in der Familiengeschichte Ereignisse oder Verhaltensweisen der Altvorderen, von denen man sich klar distanzieren möchte. Da stellt sich doch die Frage, wie schafft man es, “nicht wie XY” zu werden?

Dazu gehören m.E. mehrere Aspekte:

Identifikation eines Fehlverhaltens

Der Blick in die (Familien-) Geschichte legt – gerade auch in Verbindung mit Kriegsgeschehen – manchmal die unglaublichsten Fakten an den Tag, die sofort zu einem inneren Protest führen, seien es die Mitwirkung in politisch fragwürdigen Systemen1, Denunziantentum, Missbrauch von Wirtschaftsmacht2 bis hin zur Verletzung oder gar Tötung von Menschen.

Die aufgeführten Verhalten sind heute auf den ersten Blick zwar klar als moralisch zweifelhaft erkennbar, aber war das für den Protagonisten ebenso?

Die Bewertung von Verhaltensweisen erfordert eine tiefergehende Betrachtung.

Wertung des Verhaltens

Der Mitwirkung in politisch fragwürdigen Systemen muss ich mich persönlich sogar als schuldig bekennen, ich war in meiner Kindheit in der DDR Mitglied der Jungen Pioniere und der FDJ.

Habe ich es damals als Fehlverhalten gesehen? Natürlich nicht! Habe ich damit jemandem geschadet? Ebenfalls nein. Aber es hätte durchaus passieren können! Schon als Kind und Mitglied dieser Organisationen hätte ein Mitwirken an Disziplinierungsmaßnahmen erforderlich werden können, deren Tragweite3 ich höchstwahrscheinlich nicht ermessen hätte können. Ich habe Glück gehabt.

Kollaboration mit Staatsorganen war gerade auch in der DDR ein gar nicht so seltenes Verhalten, was heute schnell auf Unverständnis stößt. StaSi-Spitzel, IM4 sind da die typischen Stichwörter. Aber war das wirklich so einfach?

Nach der Wende wurden die Lehrer meiner Schule auf Tätigkeiten im Ministerium für Sicherheit überprüft, IM’s wurden “aus dem Schuldienst entfernt”. Das klang so lange richtig, so lange es unbeliebte Lehrer betraf. Aber es traf auch einen von mir sehr verehrten Lehrer, der plötzlich nicht mehr unterrichten durfte. Sein Name fand sich als IM in den aufgefundenen Unterlagen des MfS. Was nicht dabei stand, waren die erpresserischen Methoden, mit denen er “rekrutiert” wurde. Sein Beruf wäre plötzlich nicht mehr möglich gewesen, wenn er nicht unterschrieben hätte. Als Druckmittel diente der Bruder des Lehrers, der in den Westen geflohen war.

Von Geschichten wie diesen gibt es durchaus viele. Manche sind wahr, manche erlogen, manche Rechtfertigung vor dem eigenen Gewissen.

(Fehl-) Verhalten muss also im Kontext des Protagonisten gesehen werden.

Die Nürnberger Prozesse haben die “Ausrede” als “Mitläufer” und “unwissenden Bürokraten” in ihrer Perversion aufgezeigt. Und ich bin mir sicher, für manche Täter war es nicht nur eine Schutzbehauptung. Sie haben sich tatsächlich als Teil einer Bürokratie gesehen und gefühlt, in deren Umfeld sie ihre Dienste abgeleistet hatten, zum Schaden von Millionen Menschen.

Ähnlich sind m.E. auch die aktuellen Verhaltensweisen von Topmanagern in der Automobilindustrie, den Cum-Ex-Bankern oder bei WireCard zu sehen, die im Rahmen von Erfolgsdruck7 vermitteln vermutlich ebenso eine Prägung und Erwartungshaltung, wie Ärztefamilien, Juristen oder Theologen im protestantischen Umfeld.

Will ich mich also nicht verhalten, wie die Ahnen, muss ich mich von der Prägung der Familie distanzieren, was mindestens schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist.

Ein sehr interessanter Aspekt ist im Übrigen die Existenz von Familiengeheimnissen, die in einem Podcast sehr eindrücklich dargestellt wurden.

Prägung der Gesellschaftsschicht

Zwar haben wir keine derart offensichtlichen Gesellschaftsschichten, wie das indische Kastenwesen – eingebunden sind wir aber doch in unsichtbare Kasten, wie Akademiker, (Geld-) Adel, Landwirte, Proletarier usw.

Auch hier gibt es Prägungen, Präferenzen und auch Dünkel, die unser Verhalten beeinflussen. Das Herauslösen aus “schichttypischen” Denkstrukturen ist vermutlich etwas einfacher, als familiäre Prägungen aufzugeben, aber immer noch schwer genug.

Religiöse Prägung

Für einen Menschen des Mittelalters war es nicht verwerflich, Hexen zu denunzieren oder gar anzuzünden. Ebenso war und ist Antisemitismus für Viele sogar bis in die Jetztzeit kein echter moralischer Widerspruch, ebensowenig wie für einige Muslime das Selbstmordattentat.

Uns prägen auch die Religionen, mit denen wir aufgewachsen sind. Dabei müssen wir sie nicht einmal (mehr) praktizieren. Horrorbilder eines Hieronymus Bosch haben im gemeinschaftlichen Denken ebenso ihre Prägung hinterlassen, wie die Kriegsbilder aus dem Zweiten Weltkrieg, Vietnam, dem ehemaligen Jugoslawien usw.

Persönliche Präferenzen

Hat man die Ursachen von Verhalten der Altvorderen identifiziert, deren gesellschaftliche Einflüsse erkannt, auf die eigene Umwelt adaptiert als Faktor für sich eliminiert, bleiben auch noch die persönlichen Präferenzen, die abgeglichen und gegebenenfalls angepasst werden müssen.

Fazit

Was ist es nun, was uns bewegt, nicht zu werden, wie unsere Ahnen? Liegt es an einem geänderten Weltbild, neuen moralischen Sichtweisen oder dem Ablehnen der Handlungsmotivationen unserer Vorfahren, was die Titelfrage aufwirft?

Ich vermute es ist die Summe aller Aspekte. Sich aller Einzelnen klar zu werden, ist das Eine, sie an die Jetztzeit zu adaptieren ein zweiter Schritt, von unseren Nachkommen aber als definitiv “besserer Mensch” gesehen zu werden, lediglich ein berechtigter Wunsch.

Wichtig wäre, seine eigenen Verhaltensweisen regelmäßig zu überprüfen und auf moralische Fallstricke zu untersuchen.

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Homunculus – Selbstverwirklichung unter Zeitdruck? https://42thinking.de/2020/10/homunculus-selbstverwirklichung-unter-zeitdruck/ https://42thinking.de/2020/10/homunculus-selbstverwirklichung-unter-zeitdruck/#respond Mon, 12 Oct 2020 10:53:12 +0000 https://42thinking.de/?p=1681 Bereits Goethe lässt seinen Faust ein künstliches Wesen – den Humunculus – erschaffen, was ihn aus damaliger Weltsicht in Augenhöhe zu Gott aufsteigen lässt. Faust wird vom Universalgelehrten Goethe über das menschliche Maß erhoben, schafft …

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Das Glas erklingt von lieblicher Gewalt,
Es trübt, es klärt sich; also muss es werden!
Ich seh’ in zierlicher Gestalt
Ein artig Männlein sich gebärden.
Was wollen wir, was will die Welt nun mehr?
Denn das Geheimnis liegt am Tage:
Gebt diesem Laute nur Gehör,
Er wird zur Stimme, wird zur Sprache.Johann Wolfgang von Goethe, 'Der Tragödie zweiter Teil'

Bereits Goethe lässt seinen Faust ein künstliches Wesen – den Humunculus – erschaffen, was ihn aus damaliger Weltsicht in Augenhöhe zu Gott aufsteigen lässt. Faust wird vom Universalgelehrten Goethe über das menschliche Maß erhoben, schafft seinen Sklaven, sein Spielzeug, sein Kind.

Liest man in der (Tech-) Presse, wird man derzeit von Meldungen über KI, künstliche Intelligenz geradezu überschüttet, wobei der Begriff wie bereits mehrfach erwähnt, mit Intelligenz nicht viel zu tun hat.

Und trotzdem stürzen wir uns auf die wirkmächtigen Softwareassistenten, die letztlich nicht mehr und nicht weniger tun, als große Datenmengen mit statistischen Methoden zu durchforsten, nach einem Algorithmus, der von Programmierern – also Menschen – erdacht wurde.

Aber warum vertrauen wir auf die Leistungen von Programmierern, die in der “realen Welt” unter den Begriffen Nerds eher aus dem sozialen Miteinander ausgesperrt werden?

Natürlich kann man sagen, dass die Programmierer “nur” die Anforderungen1 ihrer Auftraggeber umsetzen. Aber wie genau werden sowohl Requirements als auch deren Umsetzung auf sachliche, ethisch-moralische und juristische Aspekte geprüft?

In unserem Wahn, sich Gott-gleich seinen eigenen “Humunculus” geschaffen, dem wir auch gleich religionsgleich eine unreflektierte Überhöhung beimessen. Gleichzeitig ereifern wir uns gegenüber den traditionellen Religionen, deren Nachfolge die KI übernommen hat.

Begreifen wir doch endlich, dass KI nichts mit Intelligenz zu tun hat, sondern lediglich ein Werkzeug für die Bewältigung großer Datenmengen. Dabei sind nicht alle Aufgaben gleich gut geeignet. Je weniger die zu analysierenden Datensätze vergleichbar sind, umso stärker sind potentielle Fehlinterpretationen und umso weniger verlässlich die Ergebnisse.

Natürlich gibt es auch Aufgaben, die für KI prädestiniert sind, Bildanalysen zum Beispiel. Aber auch hier sind die Trainingsdaten entscheidend.

Begründet wird der Einsatz von KI gerne mit Zeitersparnis, was durchaus ein gültiges Argument ist, wenn man geeignete Aufgaben damit löst. Ist Zeit aber in allen Fällen tatsächlich ein Kriterium?

KI wird gerne verwendet, um Routineaufgaben zu lösen, aber genau diese Aufgaben geben unserem Denken Struktur, die Change auf Erholung. Verwehren wir unseren Hirn diese “langweiligen” Tätigkeiten, haben Erschöpfung bis zum Burn-Out ein leichtes Spiel.

Denken wir also daran, dass es sich bei KI “nur” um ein Werkzeug handelt, ein Tool.

A fool with a tool ist still a fool.

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“Wumms” für Digitalisierung der Schule https://42thinking.de/2020/07/mit-wumms-gegen-lehrer/ https://42thinking.de/2020/07/mit-wumms-gegen-lehrer/#respond Mon, 06 Jul 2020 15:08:46 +0000 https://42thinking.de/?p=1671 So ist es doch am Einfachsten – die Lehrer werden von Tankred Schipanski, seines Zeichens “Digitalexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion” aufgefordert, sich für die digitale Schule in den Ferien “fit zu machen”. Intension: Bringt die Lehrer endlich …

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So ist es doch am Einfachsten – die Lehrer werden von Tankred Schipanski, seines Zeichens “Digitalexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion” aufgefordert, sich für die digitale Schule in den Ferien “fit zu machen”. Intension: Bringt die Lehrer endlich in die digitale Gegenwart.

Die gefühlte Erfahrung gibt ihm natürlich recht – in der Schule hat sich (scheinbar) in den letzten Jahrzehnten nicht viel getan.

Was sagt aber der Faktencheck? Wer hat welche Aufgaben?

Inhaltliche Vorgaben

Lehrer sind die Ausführenden in einem System von Vorgaben, die aus den jeweiligen Kultusministerien als Lehrpläne bereitgestellt werden.

Jedes Bundesland erstellt die Lehrpläne individuell. Ein Rüffel durch einen MdB ist also eher kritisch zu sehen – er hat schlicht keine Befugnis (Art. 30 GG) und sollte sich also in seinem Amt diesbezüglich zurücknehmen1. Eine Vereinheitlichung des Bildungssystems ist zwar m.E. zwingend notwendig, aber derzeit nicht angedacht.

Zusammengefasst bedeutet das also, die Vorgaben kommen aus den Ländern und Lehrer sind “nur” Ausführende.

Situation Lockdown

Der Lockdown traf Lehrer, Schüler, Eltern gleichermaßen mit voller Wucht, oder sollte man “Wumms” schreiben?

Ihrem Lehrauftrag entsprechend hat das Gros’ der Lehrer versucht, die Stoffvermittlung unter Verwendung technischer Hilfsmittel aufrecht zu erhalten. In kürzester Zeit wurden (noch analoge) Lehrmaterialien digitalisiert und über diverse Videokonferenz-Systeme an die Schüler vermittelt. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Initiative der Lehrer, die sich um entsprechende Lösungen gekümmert haben! Ein Bashing á la Schipanski ist wieder einmal nicht gerechtfertigt.

Ganz nebenbei haben Lehrer bzw. Lehrerinnen die Direktbeschulung von gesplitteten Klassen übernommen, müssen aber auch für Homeschooling Material bereitstellen. Nachdem 73 % der Lehrkräfte weiblich sind, kann auch davon ausgegangen werden, dass sich speziell die Belastung der Lehrerinnen dank eigenem Nachwuchs gleich einmal verdreifacht hat: Vorbereitung/Durchführung Direktunterricht2, Bereitstellung Lehr- und Lernmaterial für Homeschooling und Betreuung des eigenen Nachwuchses.

Was für eine Leistung, die da vom Lehrpersonal erbracht werden musste – Umstellung von Methoden, Erlernen von neuen Technologien, der Arbeitsumfang insgesamt, was natürlich mit dem normalen Gehalt abgegolten ist.

Und jetzt kommt ein MdB, bekennender Steuersünder, und will einen Wumms durch die Lehrerschaft? Wäre es nicht erst einmal notwendig, die Kultusminister auf ihre Aufgaben hinzuweisen, den Lehrern eine vernünftige, technische Grundlage zu schaffen? Wo gibt es einheitliche, juristisch abgesicherte Lehrplattformen3, wenigstens auf Länderebene?

Das wäre erst einmal eine technische Grundlage.

Digitalpakt Schule

Schaut man auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF, wird der Digitalpakt in zwei Teile untergliedert, die Schaffung von Content und die technische Ausstattung der Schulen und Einrichtungen.

Mit dem Art. 30 GG im Hinterkopf, ist bereits die Schaffung von Content Ländersache. Einfluss Bund – wohl eher Null!

Die technische Ausstattung von Schulen und Einrichtungen obliegt den jeweiligen Trägern. Und es klingt ja toll, wenn jedes Klassenzimmer digital aufmunitioniert wird, Schüler an Tablets und Co. herangeführt werden.

Denkt aber mal irgendjemand an die Lehrer? Wie viele Lehrer arbeiten mit privater Hardware? Wie viele Lehrer bezahlen erforderliche Software aus ihrer eigenen Tasche? Wie viel private Zeit geht für die Administration der Geräte drauf?  Wie legal mag die Softwareausstattung der privaten Rechner sein? Und mit wie viel fachlichem Wissen werden Themen wie der Datenschutz  und Urheberrechte behandelt worden sein?

Es wird langsam Zeit, dass die (staatlichen) Arbeitgeber sich endlich mal um ein paar wirklich relevanten Themen kümmern, unterstützt von (steuerzahlenden) MdB!

  • Schaffung einer landes- besser bundesweiten Lernplattform unter Berücksichtigung von Datenschutz, ausreichender Skalierung, vernünftigen Kommunikationswegen
  • Ausstattung der Lehrer mit aktueller Computertechnik und erforderlicher Software
  • ausreichende Ausstattung mit dediziertem IT-Personal4Es kann nicht die Aufgabe der Lehrer sein, sich zusätzlich um administrativen Aufgaben zu beschäftigen![/efn_Note] für Lernplattform, aber auch die zugewiesene Dienst-Rechner der Lehrer

Es gäbe viel zu tun, Herr Schipanski, MdB, Unterstützung der Lehrer in ihren ureigenen Aufgaben, der Lehre – Digitalisierung ist lediglich ein Werkzeug.

 

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Beteiligung an neuem Blog https://42thinking.de/2020/06/beteiligung-an-neuem-blog/ https://42thinking.de/2020/06/beteiligung-an-neuem-blog/#respond Fri, 19 Jun 2020 19:15:29 +0000 https://42thinking.de/?p=1662 Man hat ja nicht genug zu tun, also beteiligt man sich noch an einem weiteren Blog, 42-317 Viel Spaß beim Lesen!

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Man hat ja nicht genug zu tun, also beteiligt man sich noch an einem weiteren Blog, 42-317

Viel Spaß beim Lesen!

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Grenzen der Meinungsfreiheit https://42thinking.de/2020/06/grenzen-der-meinungsfreiheit/ https://42thinking.de/2020/06/grenzen-der-meinungsfreiheit/#respond Sun, 07 Jun 2020 09:05:18 +0000 https://42thinking.de/?p=1652 In welch kuriosen Zeiten leben wir doch aktuell. Da wird die Weltbevölkerung von einem Virus gebeutelt und ein paar Mitmenschen wollen die Situation nicht wahrhaben und ergießen sich in wildeste Spekulationen. Dabei sind mir zwei …

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In welch kuriosen Zeiten leben wir doch aktuell. Da wird die Weltbevölkerung von einem Virus gebeutelt und ein paar Mitmenschen wollen die Situation nicht wahrhaben und ergießen sich in wildeste Spekulationen.

Dabei sind mir zwei Umstände aufgefallen, die mir zu denken geben.

Können wir wirklich so schlecht damit umgehen, dass man mal “nichts weiß”?

Mit der Aufklärung haben wir uns  auf die Reise vom Glauben zum Wissen begeben und sind – mit Recht – stolz darauf. Speziell Darwin hat einen völlig neuen Blick auf die belebte Natur entwickelt, auch wenn Anhänger des reinen Glaubens lautstark Zweifel anmelden. Trotzdem haben wir die Wissenschaft zum neuen Gott erhoben.

Unser Wissen in belebter und unbelebter Materie hat unglaubliche Umfänge angenommen, die nach hochgradiger Spezialisierung schreien.

Das Wissen hat – dank Erfindung des Internets – im Gegensatz zu den vergangenen Zeiten eine unglaubliche Verbreitung und ständige Verfügbarkeit auf unseren Taschenhirnen1 erlangt, wobei die Informationen in immer öfter als Konzentrat und in geradezu fahrlässiger Verkürzung präsentiert werden.

Ist das aber noch Wissen?

Unabhängig davon scheint die Unwissenheit in Bezug auf z.B. Weltraum und Technologie durchaus gesellschaftlich akzeptiert zu sein. Bei unserem aktuellen Feind, dem Virus, ist das aber scheinbar nicht der Fall.

Warum tun wir uns so schwer, die Komplexität des Lebens zu akzeptieren und Wissensdefizite als Herausforderung und nicht als Manko zu sehen?

Warum wittern wir eine Weltverschwörung, obwohl die Evolution bereits mehr als genug natürliche Ursachen anbietet, ohne dass der Mensch seine Finger im Spiel hat2?

Vermutlich ist es eine neue Fähigkeit, die wir erlangen müssen und in den Lehrplan für unseren Nachwuchs aufzunehmen haben: Medienkompetenz im Sinne von Entschlüsselung komprimierter Informationen, Selektion nach Glaubwürdigkeit, Korrektheit und Vollständigkeit, gesunder Zweifel an Expertentum3.

Medienkompetenz sollte auch die Fallstricke und rhetorischen Methoden umfassen, die die Glaubwürdigkeit einer Aussage unterstreichen oder ad absurdum führen können.

Soviel dazu.

Gerade die Unvollständigkeit unserer Informationslage führt dazu, dass zwischen den Weltanschauungen Glaube und Wissen noch ein weiterer “Partner” hinzugekommen ist – die Verschwörungstheorie – präzise – die Lüge4.

Jetzt wird es m.E. spannend. Ich bezichtige die Verschwörungstheorie der bewussten Lüge. Geht das so einfach?

Ich denke schon, wenn auch nicht von jedem, der sich ihrer bedient.

Echte Lügner sind in meinen Augen die Urheber von den zugrundeliegenden Mythen, da sie m.E. aus dem Umfeld der Wahrheit kommen, diese jedoch aus niederen Motiven heraus verfälschen, sie diskreditieren.

Was sind die Motive der Urheber?

In meinen Augen gibt es mehrere Primär-Motive, als da wären das persönliche Ego5, politische Ziele6, wirtschaftliche Vorteile7.

Den Verbreitern der resultierenden Mythen ist dabei oft kein (direkter8) Vorwurf zu machen, können sie den Wahrheitsgehalt kaum einschätzen.

Auch hieraus entsteht eine neue Forderung an die Medienkompetenz, an die Lehrpläne der Zukunft.

Aber auch die Politik muss lernen, zwischen Meinungsfreiheit und Falschmeldung zu differenzieren.

Gerade Parteien an den politischen Rändern werfen destruktiv Falschinformationen in den Raum, um auf sich aufmerksam zu machen, was unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit “toleriert” werden soll.

Hier ist aber m.E. ein klares, hartes Eingreifen erforderlich. Aussagen, die nachweislich falsch sind, sind als Solche nicht zu tolerieren, ebensowenig wie retorische Fragen zur Diskreditierung korrekter Zusammenhänge.

Lügen dürfen nicht unter Meinungsfreiheit fallen, unabhängig wie “prominent” die Urheber oder Wiederholer von Falschaussagen sind.

Schaut man sich die aktuellen Wortmeldungen gewisser C-Promis an, sollte in meinen Augen eine Prüfung der geistigen Gesundheit in Anbetracht gezogen werden.

Die Wahrheit muss auch mit wirksamen juristischen Mitteln geschützt und Lüge sanktioniert werden!

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Rezo: “Die Zerstörung der Presse” https://42thinking.de/2020/06/rezo-die-zerstoerung-der-presse/ https://42thinking.de/2020/06/rezo-die-zerstoerung-der-presse/#respond Mon, 01 Jun 2020 05:51:04 +0000 https://42thinking.de/?p=1638 Ursprünglich wollte ich einen eigenen Artikel zu dem Thema Glaubwürdigkeit der Presse schreiben, fand aber nicht die richtigen Worte dazu. Jetzt bin ich aber auf dieses Video von Rezo gestoßen (worden). Rezo bringt im Wesentlichen …

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Ursprünglich wollte ich einen eigenen Artikel zu dem Thema Glaubwürdigkeit der Presse schreiben, fand aber nicht die richtigen Worte dazu. Jetzt bin ich aber auf dieses Video von Rezo gestoßen (worden1).

Rezo bringt im Wesentlichen die Themen aufs Tapet, die mir auch am Herzen lagen, und geht aber auch noch ein ganzes Stück darüber hinaus. 

Es ist ein innerer Vorbeimarsch, wenn man die Argumente derart gut recherchiert präsentiert bekommt. Gratulation, Rezo!

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Lebenszeichen https://42thinking.de/2020/05/lebenszeichen/ https://42thinking.de/2020/05/lebenszeichen/#respond Fri, 29 May 2020 12:26:52 +0000 https://42thinking.de/?p=1630 Nein, das Virus hat mich (bisher) glücklicherweise nicht erwischt – für meine Pause gibt es andere Gründe – drei Projekte, mit denen ich mich beschäftige. Schülerzeitung Wenn man mit einer Lehrerin verheiratet ist, kann es …

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Nein, das Virus hat mich (bisher) glücklicherweise nicht erwischt – für meine Pause gibt es andere Gründe – drei Projekte, mit denen ich mich beschäftige.

Schülerzeitung

Wenn man mit einer Lehrerin verheiratet ist, kann es schnell passieren, dass man in schulische Themen mit eingebunden wird. Ein solches Thema ist die Schülerzeitung. Nun bin ich ja kein Schüler, habe aber vor vielen Jahren bereits mal meine ersten Schritte beim Herausgeben einer Gemeindezeitung hinter mich gebracht, was mich zum technischen Support prädestiniert.

Die Aufgaben sind also folgendermaßen verteilt: Thema und Inhalte kommen von den Schülern und ich versuche, das Ganze im Sinne einer Zeitung zusammenzustellen, zu layouten und hier und da Fotos2 aus eigener Produktion zurückgreifen kann.[/efn_note] oder Grafiken zu ergänzen.

Auch wenn ich großer LaTeX-Fan bin, hier war es nahezu unmöglich, Desktop-Publishing umzusetzen. Für Tools wie Indesign oder ähnliche kommerzielle Produkte habe ich natürlich kein Budget (eingeplant). Die Lösung in den vergangenen Jahren war daher die – bitte keine Protestnoten – Verwendung von Microsoft Word. Die Ergebnisse waren in Anbetracht der technischen Möglichkeiten recht gut, was auch vom Schülerzeitungswettbewerb Blattmacher mehrfach3 mit einem Platz auf dem Treppchen gewürdigt wurde.

Trotz positivem Feedback hat sich die Verwendung von MS Word als durchaus nervenzehrendes Unterfangen herausgestellt und eine passende Alternative musste her. Fündig geworden bin ich bei Scribus, einem Open Source Desktop-Publishing-Tool.

Wenn man sich mit diesem professionellen Tool beschäftigt, wird einem schnell die Mächtigkeit und damit die Komplexität der Software klar. Für die Ausgabe 2019/2020 des “kleinen Hais” kommt also neben dem inhaltlichen Verarbeiten auch das Einarbeiten in das Tool hinzu. Das sollte zumindest einen Teil meiner momentanen Schweigsamkeit auf diesem Blog erklären.

LoRa – Long Range Wide Area Network

Als Ingenieur möchte man sich ja auch gelegentlich mal mit völlig neuen Themen beschäftigen, die “kleinen grauen Zellen”4 mit “mehr Input”5 versorgen.

Mit LoRa gibt es eine Technologie, um extrem preisgünstig Daten über weite Strecken zu transportieren. Große Datenmengen sind hier natürlich nicht zu erwarten.

Also habe ich mich angefangen, mit diesem Thema zu beschäftigen und zumindest schon ein kleines 1-Channel-LoRa-Gateway auf Internet umzusetzen. Weitere Schritte folgen.

LoRa Node mit GPS-Empfänger

TonUINO – Ersatz für ein kommerzielles Produkt

Zugegeben, die Tonie-Box ist schon ein ziemlich tolles Produkt für Kinder,  und auch Alternativprodukte wie die Tigerbox haben interessante Features und auch Charme.

ABER man wäre ja kein Ingenieur, wenn man sich nicht mit Alternativen beschäftigen würde, nicht weil man es muss, sondern weil man es kann.

Nun bin ich nicht der geborene Hard- und Software-Entwickler. Daher greife ich auf ein bestehendes Projekt zurück – den TonUINO6, der auf einer Arduino-Plattform aufsetzt.

Das Praktische bei der TonUINO-Umgebung ist, dass man auf bestehende Komponenten7 zurückgreifen und gleichzeitig seine Kreativität in der Umsetzung ausleben kann.

Also Lötkolben geschwungen und los gehts.

Der erste Prototyp wurde von meiner Tochter gleich konfisziert.

… hier im geöffneten Zustand …

Köfferchen-Version

Ich denke, diese Projekte erklären meine Blogging-Pause recht gut und ich hoffe, nach Abschluss wieder etwas häufiger hier News schreiben zu können.

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Corona, impossibile… https://42thinking.de/2020/04/corona-impossibile/ https://42thinking.de/2020/04/corona-impossibile/#respond Wed, 29 Apr 2020 17:57:45 +0000 https://42thinking.de/?p=1621 Aus verschiedenen Gründen habe ich mich mit Blogbeiträgen zurückgehalten, u.a., weil Meinungsäußerungen zur Pandemie mehr als genug unterwegs sind. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich viele “Experten” zu Wort melden, die eigentlich nichts zu …

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Aus verschiedenen Gründen1 habe ich mich mit Blogbeiträgen zurückgehalten, u.a., weil Meinungsäußerungen zur Pandemie mehr als genug unterwegs sind.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich viele “Experten” zu Wort melden, die eigentlich nichts zu melden haben.

Das Virus hat uns im Griff und ich muss sagen, ich hätte nie gedacht, dass wir es mit einem ausgewachsenen Problem zu tun haben. Der Vergleich zur Influenza hatte ein verzerrtes Bild auch bei mir verursacht.

Wir sollten aber jetzt uns dem Wichtigsten zuwenden, was wir überhaupt zur Verfügung haben – Ehrlichkeit.

Liebe Wissenschaftler und Forscher!

Als Außenstehender in Sachen Medizin und Virologie, kann ich verstehen, in welcher Notsituation ihr steckt. Unter massivem Erfolgsdruck zu forschen und das Sterben im Nacken zu haben, ist alles andere als förderlich.

Bevölkerung, Politik und viel schlimmer – die Wirtschaft erwarten Fakten, Aufklärung und Ausblicke.

Wenn du es eilig hast, gehe langsam!Konfuzius

Ob es tatsächlich Konfuzius war, der diesen Spruch getan hat, weiß ich nicht, dass man aber unter einem Erfolgsdruck wie ihr ihn gerade erlebt, nur schwer zu vernünftigen Ergebnissen kommt, ist mir klar.

Das Ungenaue ist der Umweg.Carl Sternheim

Auch wenn es gerade völlig unsinnig erscheint, nehmt euch Zeit für ordentliches Brainstorming, bündelt Kräfte und Fachrichtungen und nehmt euch auch die Zeit, nur abgestimmte Ergebnisse nach Außen abzugeben.

Kontroverse Ansichten sind im Forschungsbetrieb normal, jetzt aber einen akademischen Kleinkrieg zu führen, zeigt nicht Größe sondern Hybris. Diskutiert, aber bitte polemisiert nicht.

Unwissenheit über diesen neuen Feind ist kein Makel, die Arroganz, ihn verstanden zu haben zu glauben jedoch schon. Euer Ruf wird durch die Überlebenden verbreitet, das sollte euch klar sein!

Liebe Mediziner und Pflegepersonal!

Ihr macht einen hervorragenden Job. Angesichts der persönlichen Risiken und der Unklarheit, die das Virus mit sich bringt und unter Berücksichtigung der Missachtung eurer Arbeitsleistung und -auslastung immer noch für die Menschen da zu sein, spricht für Berufung und nicht bloße Pflichterfüllung.

Ihr steht an vorderster Front und seid die Einzigen, die derzeit ein halbwegs klares Bild über die aktuelle Situation haben. Dieses Bild zu vervollständigen, sind die Gesundheitsämter scheinbar nicht mehr in der Lage. Daher heißt es jetzt, Allianzen schmieden mit Fachleuten, Citizen Science und eine klare Datenlage schaffen.

Und bei allem, bitte bleibt gesund.

Liebe Politiker!

In einer Situation, die wir gerade erleben, waren wir noch nie. Weder die Pestepedemien, noch die Spanische Grippe, SARS und Co. haben eine derartige Auswirkung auf das Leben weltweit gehabt.

Daher ist es ganz normal, dass es in der Politik logischerweise “Trial & Error” gibt. Wir2 haben tatsächlich einmal keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

Es gibt Masterpläne, die für Pandemien bereits vor Jahren erstellt wurden und Aktivitäten und Konsequenzen klar aufgestellt haben. Letztere sind nicht schön, so ein Herabsinken der Wirtschaftsleistung.

Daher habe ich folgende Bitten an euch:

  • Lest endlich die Pandemiepläne der Expertengremien!
  • Klärt die Bevölkerung über das auf, was kommen wird!
  • Verabschiedet euch von tradierten Dogmen, wie einem permanenten Wachstum. Das ist nicht normal!
  • Seid ehrlich, dass wir im Moment – bis auf die Vorhersagen der Pandemiepläne – keine Aussagen über die Zukunft treffen können.
  • Lasst die Wissenschaftler in Ruhe arbeiten und setzt niemanden unter Druck, welcher Art auch immer – Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.
  • Verwendet euren Verstand. Manche Lösungen lassen sich einfach herleiten und sind durch ein bisschen Physik und Lebenserfahrung erklärbar.
  • Habt endlich den Mut, an die zu denken, die euch gewählt haben. Gegenüber den Überlebenden werdet ihr euch rechtfertigen müssen.
  • Fördert die Menschen, sie sind diejenigen, die Unternehmen wieder zum Laufen bringen können.

Wählen werden euch nur die Überlebenden, und auch nur dann, wenn sie das Gefühl haben, ihr habt einen vernünftigen Job gemacht.

Liebe Wirtschaft!

Ich verstehe, dass euch das Herz blutet, wenn die Unternehmungen in einer Krise sind. Aber denkt bitte daran, wer den Wirtschaftskreislauf am Leben hält – es sind nicht die paar Aktionäre, die mit euren Geldern spekulieren. Es sind die Arbeitnehmer, die eine Leistung erbringen und die Kunden, die diese Leistungen in Anspruch nehmen. Sie gilt es jetzt zu schützen.

Bedenkt die Opportunitätskosten: Kunden, die man jetzt durch unüberlegtes Handeln vergrätzt, haben auch nach Corona ein gutes Gedächtnis und vergessen Ungerechtigkeiten nicht so schnell. Dafür sorgt auch das Internet.

Mitarbeiter, die durch vorschnelles, unüberlegtes Handeln verloren gehen, müssen nicht nur ersetzt werden, sie gehen auch als Know-How-Träger dem Unternehmen verloren.

Ihr habt in den letzten Jahrzehnten unglaubliches Phantomkapital angesammelt, das jetzt schmilzt. Denkt aber dran, die Fabriken stehen noch, Patente, Lizenzen usw. gehen auch durch Corona nicht kaputt. Ihr habt es in der Hand, mit Augenmaß und dem Blick in die Geschichte einen neuen, alten Weg zu gehen. Der Weg in ein Wirtschaftswunder 2.0 muss nur beschritten werden!

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“Still alive” https://42thinking.de/2020/03/still-alive-2/ https://42thinking.de/2020/03/still-alive-2/#respond Fri, 13 Mar 2020 08:38:48 +0000 https://42thinking.de/?p=1613 Ja, ich bin noch am Leben und ja, ich habe meinen Blog nicht vergessen. Die letzte Zeit war für mich mit viel Stress und vielen Veränderungen verbunden, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte. …

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Ja, ich bin noch am Leben und ja, ich habe meinen Blog nicht vergessen.

Die letzte Zeit war für mich mit viel Stress und vielen Veränderungen verbunden, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte.

Wer mich kennt, weiß, dass ich wohl kaum an Langeweile sterben werde. So haben sich verschiedene Projekte angesammelt, die meine Zeit in Anspruch nahmen – und auch immer noch nehmen.

So bin ich u.a. dabei, die Schülerzeitung “Der kleine Hai” zu layouten. Nach den Jahren, wo ich – man möge mich bitte nicht dafür prügeln – die Zeitung mit MS Word1 gesetzt hatte, habe ich mich entschlossen, jetzt endlich ein veritables DTP-Programm2 zu verwenden und arbeite mich daher in Scribus ein, was einen nicht ganz unerheblichen Aufwand bedeutet, da die Denkweisen sich von bisher verwendeten Programmen unterscheidet.

Immerhin sind die Ideen zum Design schon teilweise realisiert, erfordern jedoch noch einigen Aufwand in Fotonachbearbeitung.

Im Hinterkopf sind immer noch ein paar Aufgaben, die ebenfalls erledigt werden wollen.

So ist u.a. langsam eine neue Auflage3 meines Buches “F.A.Q. Thesis” notwendig, da sich doch ein paar technische Weiterentwicklungen ergeben haben, die das Schreiben von Abschlussarbeiten erleichtern.

Auch eine Übersetzung meines Buches “Beware of Car Hacking” – ich hatte es aus Gründen der Internationalisierung auf Englisch geschrieben – steht noch aus. Deutsche Ingenieure scheinen lieber auf deutsch zu lesen.

Über entsprechende Fortschritte werde ich zu gegebener Zeit berichten.

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Heise: Drei Freiheiten für ethisch-vertretbare KI https://42thinking.de/2020/02/fosdem/ https://42thinking.de/2020/02/fosdem/#respond Sat, 01 Feb 2020 17:31:39 +0000 https://42thinking.de/?p=1603 Es ist wieder einmal ein Heise Artikel über KI, der mir zu denken gibt. Fabian A. Scherschel schreibt über “Die drei Freiheiten”, Die Freiheit, maschinengemachte Entscheidungen zu verstehen, Die Freiheit, Entscheider für ihre Systeme zur Rechenschaft …

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Es ist wieder einmal ein Heise Artikel über KI, der mir zu denken gibt.

Fabian A. Scherschel schreibt über “Die drei Freiheiten”,

  1. Die Freiheit, maschinengemachte Entscheidungen zu verstehen,
  2. Die Freiheit, Entscheider für ihre Systeme zur Rechenschaft zu ziehen,
  3. Die Freiheit, KI-Entscheidungen anzufechten.

Die Überlegungen von Scherschel sind auf jeden Fall ein interessantes Gedankenspiel.

Verständnis maschinengemachter Entscheidungen

Hier sollte man doch etwas in die Tiefen schauen.

KI gibt es meinem Verständnis nach in mehreren Ausführungen Von schwacher und starker künstlicher Intelligenz – die statistische Big-Data-Analyse1 und Analysen auf Basis neuronaler Netzwerke2.

Schwache KI

Statistische Analysen sind m.E. verhältnismäßig einfach zu durchschauen, weil eine quantifizierbare Anzahl an erfassten Datensätzen mit einer definierten Anzahl an Attributen analysiert werden und die Intelligenz im statistischen Verständnis des Programmierers liegt. Damit ist das Verhalten der “KI” durchaus analysierbar.

Die verwendeten Attribute und deren Analyseergebnisse müssen “lediglich” auf ein “paar” Kriterien untersucht werden, so z.B.:

  • Seriösität der Datenquelle3
  • Legalität der Datenerfassung4
  • Ethik der Zielrichtung der verwendeten Daten5
  • Interpretationsspielraum der Analyseergebnisse6
  • Kombinierbarkeit von Ergebnissen7

Eine Bewertung der Kriterien könnte in vorgeschriebenen Reviews bereits eine gute Übersicht über das Verständnis der “weichen KI” bringen. Die Review-Ergebnisse könnte vielleicht sogar für Laien durchaus zu einer begründeten Akzeptanz oder einer Ablehnung der Entscheidungen der KI führen.

Denkt man an Scoring-Ergebnisse als typisches Ergebnis aus weicher KI auf Basis statistischer Verfahren, wäre man vermutlich erstaunt, welche Attribute überhaupt angezogen und mit welcher Interpretation und Wichtung sie in das “Hopp oder Topp”-Ergebnis bei der Kreditwürdigkeit einfließen.

Ein Schelm, wer hier nicht daran denkt, dass einige Attribute bereits meine ersten beiden Kriterien verletzen.

Und so ist es nur verständlich, wenn sich Auskunfteien hinter dem Argument der Geheimhaltung und “Know-How-Schutz” verstecken und eine Offenlegung vermeiden, um nicht am Pranger von Datendiebstahl oder unethischen Zielrichtungen zu stehen.

Betrachtet man die Kunden der Auskunfteien8, ist die Zielrichtung der Ergebnisse nach Risikominimierung einfach zu verstehen. Wenn aber irgendwann Gewinnmaximierung ohne unternehmerisches Risiko9 erwartet wird, ist das ein klassischer Zielkonflikt.

Starke KI

Wenn neuronale Netze Daten analysieren, sind die erlangten Schlüsse nur noch schwer nachvollziehbar, es sei denn, man würde mit dem Ergebnis auch die Suchvektoren mit deren erlernten Wichtung ausgeben. Und selbst dann dürfte das Ergebnis auch für Experten noch relativ schwer nachvollziehbar sein.

Allerdings kann man sich Gedanken über die Anwendungsgebiete starker KI machen und nach Kriterien bewerten, so z.B.:

  • Anwendungsgebiet der KI
  • Glaubwürdigkeit der Analyseergebnisse10
  • Manipulierbarkeit der Ausgangsdaten11
  • Ethik der Zielrichtung der verwendeten Daten
  • Interpretationsspielraum der Analyseergebnisse
  • Missbrauchspotential der Analyseergebnisse12
  • Rückwirkungsgeschwindigkeit der Analyseergebnisse13

Mit Hilfe dieser Kriterien könnte man zumindest einen “Ethik-Index” für starke KI erarbeiten und darauf aufsetzend Mindestkriterien gesellschaftlich und gesetzlich festlegen.

Haftung/Verantwortung von KI-Anwendern

Die Freiheiten zwei14 und drei17 zu beziffern, wenn man am Beispiel der Schufa-Auskunft bleibend, trotz gegenteiliger finanzieller Situation auf einmal eben nicht kreditwürdig ist?

Eine Auskunftspflicht über die Nutzung von KI18 wäre hier schon einmal eine große Hilfe, um überhaupt eine Grundlage für rechtliche Schritte einleiten zu können.

Für Juristen dürfte die Verwendung von KI sicher nur selten zum bestehenden Wissensschatz gehören, hier ist man auf Experten und Gutachter angewiesen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer diesbezüglich als Experte/Gutachter ausreichend Kenntnisse aufweist und gegenüber den Anwendern von KI genug Abstand verfügt.

Eine staatliche, von der Industrie unabhängige Institution mit hetrogenen Mitarbeitern19 könnte hier ein Gremium stellen, das anwendungsbezogen zumindest einen Maßstab für KI in seiner Legalität ermitteln könnte.

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