Person streckt die Hände von sich weg, Sprechblase "Oh no"

(Ohn)Macht der Pauschalisierung

Wie viele unnötigen Diskussionen könnten vermieden werden, wenn einfach in Aussagen oder Fragen  Pauschalisierungen entfernt würden?

Es fängt schon mit einem kleinen Wörtchen an, das so viel Schaden verursacht. Drei Buchstaben, die für einen der zentralsten Pauschalbegriffe überhaupt stehen, “man“. Vielleicht sollte der Begriff “man” aus unserem Sprachgebrauch entfernt und als “littera iunctura non grata” klassifiziert werden.

Bei genauer Betrachtung kann leicht festgestellt werden, dass dieses Wörtchen eine viel zu große Interpretationsspielwiese darstellt. Wer ist “man”, das arme, bedeutungslose Wesen oder Personen aus der (sogenannten) Elite?

So kann die Frage “Was kann man als Einzelner tun um…?” aus genau diesen zwei Perspektiven betrachtet werden. Als Person, die gerade so über die Runden kommt, bieten sich ganz andere Möglichkeiten, als als Milliardär.

Wie schnell es durch dieses Wörtchen zu Missverständnissen kommt, ist ersichtlich, wenn sich ein Friedrich Merz zum Mittelstand zählt.

Zwischen Minderwertigkeitskomplex und Hybris ist die Selbsteinschätzung von Selbst- und Fremdbild eine nahezu unbegrenzt variable Angelegenheit und kann dazu führen, sich außerhalb seiner realen Peergroup zu sehen und somit seine Möglichkeiten zu unter- oder zu überschätzen.

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