Hieronymus Bosch im Zeitalter der KI – Extreme(re) Ansichten?

Wenn man sich die Bildwelten von Hieronymus Bosch vergegenwärtigt, dann kommt es einem beinahe so vor, als habe dort nie nur ein Maler gearbeitet, sondern ein fiebriger Erzähler, ein Visionär der Zwischenreiche, einer, der nicht einfach festhielt, was vor Augen lag, sondern ausmalte, was sich unter der Oberfläche des Sichtbaren sammeln, stauen und schließlich Bahn … Weiterlesen

Money for Nothing – und der Preis des Realitätsverlusts

Big bag of money and some coins

„Money for Nothing and Chicks for Free“ – ein Titel, der einst ironisch gemeint war, heute aber die moralische Buchhaltung unserer Zeit treffender beschreibt als jede volkswirtschaftliche Analyse. Geld fließt. Nur wohin – und wozu – fließt es eigentlich? Früher galt es als Witz: Wer schnell reich werden will, braucht keine Idee, sondern nur eine … Weiterlesen

Bullshit-Bingo! Narrative raus, Fakten rein!

„Narrativ“ ist das Deodorant der Macht. Es überdeckt zuverlässig jeden Geruch von Realität. Früher nannte man so etwas Propaganda, PR oder – wenn man höflich bleiben wollte – Schönfärberei. Heute ist es ein Strategie-Workshop mit Catering. Die Republik im Erzählmodus Öffentliche Kommunikation besteht längst nicht mehr aus Information, sondern aus Dramaturgie. Pressekonferenzen sind keine Orte … Weiterlesen

Hirn benutzen – haben wir die Intuition verlernt? (2/2)

Spiegel

… Fortsetzung Political Correctness & die Normgesellschaft „Political Correctness“ ist zur Zwangsjacke geworden, die ursprünglich Schutz bieten sollte. Natürlich ist respektvolle Sprache wichtig – niemand will zurück in die Steinzeit der Diskriminierung. Aber wenn jedes Wort durch den Filter der moralischen Reinheit gepresst wird, stirbt das Gespräch an Überkorrektheit. Denken braucht Spielraum, Zweifel und provokante … Weiterlesen

Demenz trifft Applaus – Wenn das Rudel den Orientierungssinn verliert

Es gibt diese Momente, in denen man sich fragt, ob die Evolution gerade auf Pause gedrückt hat – oder ob sie einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Wenn Opa im Garten steht, vom Krieg erzählt, der keiner war, und Oma das gute Porzellan aus dem Fenster wirft, weil „die Nachbarn sowieso alles haben … Weiterlesen

Milliardär in Demut – Bloomberg, Geld und die Absurdität des guten Rats

Big bag of money and some coins

Natürlich kommt er wieder, der erhobene Zeigefinger aus dem Penthouse: Michael Bloomberg, 87, sagt der Generation Z, sie solle nicht so aufs Geld schauen. Ein Satz, den man nur dann so nonchalant in die Welt setzen kann, wenn das eigene Geld längst nicht mehr gezählt, sondern verwaltet wird – in Billionen-Dollar-Dimensionen. Es ist, als würde … Weiterlesen

Was ist Unrecht? Eine Debatte über den Begriff

Justiz, Gesetz, Jura, Recht

Kaum ein politischer Begriff wird in Deutschland so leichtfertig und gleichzeitig so heftig diskutiert wie jener des „Unrechts“. Besonders die DDR wird oft als „Unrechtsstaat“ bezeichnet – meist mit der rhetorischen Endgültigkeit eines Gerichtsurteils. Doch wer den Begriff genauer betrachtet, merkt schnell: Diese Zuschreibung ist weit weniger eindeutig, als sie auf den ersten Blick scheint. … Weiterlesen

Bosheit – Intrinsisch, erlernt oder vermittelt?

Skizze eines denkenden Menschen

Bosheit – ein Wort, das unmittelbar Unbehagen und Faszination zugleich auslöst. Doch was bedeutet „das Böse“? Sind Menschen von Natur aus böse, werden sie es, oder ist Bosheit Folge äußerer Einflüsse? Die Diskussion über den Ursprung des Bösen reicht von der Antike bis in aktuelle gesellschaftliche Debatten. Dieser Artikel verknüpft historische, psychologische, philosophische und religiöse … Weiterlesen

Losing My Religion: Was wir mit der Religion verloren haben

Der nachfolgende Podcast „Die verlorene Dimension der Religion“ hat mich zum Nachdenken angeregt. In einer Zeit, in der Religion und ihre Traditionen immer mehr in den Hintergrund rücken, stellt sich die Frage: Was haben wir eigentlich verloren, wenn wir die religiösen Strukturen und Werte hinter uns lassen? Der Podcast zeigt auf, wie vielfältig und tiefgründig … Weiterlesen

„Weniger Arbeit bedeutet für uns weniger Wohlstand.“

Worüber man doch so beim Nachrichten-Lesen so stolpert, ist phänomenal. Es diskutierten beim Markus Lanz u.a. die Katharina Stolla und Philipp Amthor. Dabei wurden ein paar Thesen aufgestellt, die durchaus genauer unter die Lupe genommen werden sollten. Stolla (26): „Dass man keine Lust mehr hat, viel zu arbeiten, finde ich total vernünftig.“ Nun, man könnte … Weiterlesen