Kickstarter – missbrauchtes Finanzierungsmodell?!

Es war mir schon mehrfach aufgefallen, dass bei Kickstarterkampagnen etwas schief läuft, Dominik Pascal Paetzel hat es in seinem YouTube Video aber sehr treffend auf den Punkt gebracht.

Die gute Idee, Produktentwicklungen mangels verfügbarem Budget von potentiellen Kunden finanzieren zu lassen, wird immer öfter von etablierten Firmen genutzt, bei denen eine Finanzierung kein echtes Problem sein sollte. Eigentlich bin ich auch gar nicht so abgeneigt, einem großen Unternehmen die Möglichkeit der Risikominimierung zuzugestehen, was aber meines Erachtens tatsächlich einen Missbrauch darstellt, ist die Kampagne als reines Werbemittel unter Ausnutzung der medialen Aufmerksamkeit.

Ein fertiges Produkt aber “nachfinanzieren” zu lassen, ist aber schon ein grober Fauxpas, der die Gutmütigkeit potentieller Kunden auf den Prüfstein stellt und das Finanzierungsmodell so mittelfristig zerstört.

Auf den Plattformen gab es in der letzten Zeit schon einige Kampagnen, die durch Nichtlieferung oder Abbruch des Projekts negativ aufgefallen sind. Hierzu könnte man ja noch sagen, schlecht kalkuliert, Aufwand unterschätzt. Hier sehe ich aber durchaus die Plattformen in der (Selbst-) Pflicht, entweder die Businesspläne gründlicher zu prüfen oder ggf. auch unterstützend mit einzugreifen.

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