Statt Steuern, die den Zuckerkonsum bremsen könnten, setzt man auf Freiwilligkeit – ein Konzept, das so wirksam ist wie ein Gummimesser gegen einen Panzerschrank. Die Lebensmittelindustrie pumpt Gutachten und Spenden in die Politik, und siehe da: Keine Steuer, keine Werbebeschränkungen. Sarkasmus pur: Es ist fast, als ob Lobbykosten steuerlich absetzbar wären. Doch die Frage drängt sich auf: Warum ausgerechnet Zucker? Übersüß schmeckt nicht wirklich – eigentliche Geschmäcker gehen verloren in einem Meer aus künstlicher Süße. Apotheken Umschau über Lobbyismus.
Die süße Lobby-Maschine: Wie Zucker die Politik infiltriert
Die Zuckerlobby in Deutschland ist ein Meisterwerk der Einflussnahme. Verbände wie der Wirtschaftsverband Zucker bringen Stellungnahmen ein, finanzieren Gutachten und pflegen „enge Kontakte“ zu Abgeordneten – FDP vorneweg. Früher hatte der Liberale Mittelstand sogar Sitz im Parteivorstand, bis Kritik von LobbyControl das beendete. Heute wirkt Freiwilligkeit: Nestlé-Chef und Ministerin posieren für Videos, Zucker bleibt unangetastet. Wie in Laienpolitik zwischen Alterstarrsinn und Lobbyeinfluss auf 42thinking.de beschrieben, lenkt die Industrie Entscheidungen unsichtbar.
Erinnern wir uns: 2024 scheiterte eine Zuckersteuer am FDP-Widerstand, obwohl SPD und Grüne zustimmten. Cem Özdemir nannte es „finanzstarke Lobby“. Wolfgang Kubicki taufte es „Aktionismus“. Ergebnis? Keine Steuer, stattdessen 113 Milliarden Euro jährliche Kosten für Adipositas nach Leopoldina-Schätzung. Die Industrie spart, die Kassen bluten. Zynisch? Absolut – aber wahr. Tagesspiegel zur FDP-Blockade.
In Schleswig-Holstein drängt CDU-Chef Günther auf Bundessteuer, doch das Finanzministerium sieht „keine Grundlage“. Freiwillige Reduktion von Zucker, Fett, Salz? Lächerlich, wenn Softdrinks weiter zuckern. Weltweit haben 54 Länder Steuern – Norwegen seit 1921, UK seit 2018 mit 30% weniger Zucker in Produkten. Deutschland? Fehlanzeige. Focus zu internationalen Beispielen.
Warum ausgerechnet Zucker? Der Geschmacksterror, der alles übertönt
Warum ausgerechnet Zucker? Weil er der größte Geschmackskiller ist. Unser Gaumen hat vier Primärgeschmäcker: Süß, Salz, Sauer, Bitter. Süß dominiert, weil es evolutionär mit Energie assoziiert wird – Milchzucker bei Säuglingen, Fruchtzucker in der Natur. Heute? Industrieller Haushaltszucker (Saccharose) und HFCS (High Fructose Corn Syrup) fluten alles. Ein Apfel schmeckt fade gegen zuckerbombardierte Gummibärchen. Geschmacksperzeption auf Wikipedia.
Übersüß schmeckt nicht wirklich – es betäubt. Neurowissenschaftlich aktiviert Zucker das Belohnungszentrum stärker als Kokain, wie Yale-Studien zeigen. Andere Geschmäcker verkümmern: Der feine Säuremantel einer Tomate, die Umami-Tiefe von Parmesan, die Bitterkeit dunkler Schokolade – alles verloren. Kinder, die nur süß kennen, lernen keine Vielfalt. Ergebnis: Ein Volk von Süßsüchtigen, das echten Geschmack vergisst. Zynisch? Die Industrie liebt das – mehr Zucker, mehr Umsatz.
Vergleichen wir: Natürlicher Fruchtzucker mit Ballaststoffen bremst sich selbst. Industrieller Zucker? Blitzschnelle Insulinspitzen, Heißhunger, Fettansammlung. Deshalb explodieren Adipositasraten. In meinem ADHS-Podcast wird Impulse control thematisiert – Zucker sabotiert genau das, macht uns zu willenlosen Konsumenten.
Verursacherprinzip à la BGB: Die Zuckerindustrie zahlt die Zeche
Alternativ zum Steuerverzicht: Nach BGB §823 und HGB Schäden nach Verursacherprinzip einklagen. Wer schädigt durch rechtswidrige Handlung, haftet. Die Zuckerindustrie verursacht Übergewicht, Diabetes – 63 Milliarden Euro jährlich nach Uni Hamburg, davon 29 Milliarden direkt. Adipositas-Gesellschaft.
Stellen Sie sich vor: Klagen gegen Coca-Cola & Co. für Diabetes-Fälle, kausal auf Zucker zurückführbar. Nach Adäquanztheorie haftet der Verursacher für Vermögensschäden, Heilungskosten. Die Industrie argumentiert „Eigenverantwortung“? Lächerlich – sie wirbt aggressiv, besonders bei Kindern. TUM-Studie: Zuckersteuer spart Milliarden, reduziert 200.000 Diabetes-Fälle in 20 Jahren. Statt Steuer: Massenklagen nach Verursacherprinzip. Würde die Branche überleben? Uni Potsdam zu §823 BGB.
Das Verursacherprinzip aus Umweltrecht – Fabriken reinigen Flüsse selbst – auf Gesundheit anwenden. Zucker als Gift? Haftung für Folgeschäden. Gerichte prüfen Kausalität: Studien belegen Zuckers Rolle bei Adipositas. Milliardenklagen würden die Preise hochtreiben – effektiver als jede Steuer. Und der Geschmacksverlust? Ein kultureller Schaden, der mitzählt.
Gastronomischer Verlust: Wo bleibt der wahre Genuss?
Eigentliche Geschmäcker gehen verloren, weil Zucker als Füllstoff missbraucht wird. Brot? 10% Zucker statt früherer 1%. Joghurt? Fruchtzucker plus Haushalt. Softdrinks? 10 Löffel pro Liter. Der Verbraucher merkt es nicht – Gewöhnungseffekt. Studien der WHO: Regelmäßiger Zuckerkonsum verändert Geschmackspräferenzen dauerhaft. Ein ungesüßter Tee schmeckt bitter, Gemüse langweilig. Zucker auf Wikipedia.
Konsequenz: Kulinarische Verarmung. Früher genoss man saisonales Obst in seiner natürlichen Süße – heute braucht es Sirup. Die Industrie argumentiert „Verbraucherwunsch“, doch sie schafft ihn selbst durch Werbung. Kinderzeichentrickhelden mit Cola, Stars mit Energy-Drinks. Erwachsene? Kuchen als Trost. Zynismus-Level: Hohe Kalorien, niedriger Nährwert – perfektes Geschäftsmodell.
In Ländern mit Zuckersteuer wie UK oder Mexiko sinkt nicht nur Konsum, sondern Geschmacksvielfalt kehrt zurück. Mexiko: 10% Steuer, 50 Mrd. Liter weniger Softdrinks. Deutschland? FDP blockt, Lobby triumphiert. Warum Zucker? Weil er billig, haltbar, süchtig macht – und Geschmackskultur zerstört.
Lobbykosten absetzen? Der Todesstoß für Konzerne
Lobbyausgaben sind oft als Geschäftsessen absetzbar – 70% bei externen Partnern. Unternehmen laden Politiker ein, finanzieren Parteitage (McDonald’s bei CDU). Parteispenden bis 3.300 Euro steuerlich absetzbar. Stellen Sie sich vor, das endet: Keine Absetzbarkeit mehr. Wie viele Firmen überleben, wenn Lobby als Privatvergnügen gilt? Lexware zu Absetzbarkeit.
Die Zuckerindustrie würde kollabieren – ohne „wissenschaftliche Gutachten“ und Parteispenden keine Blockade. In Politik statt Fachkompetenz auf 42thinking.de wird kritisiert, wie Lobby Politik entmachtet. Ohne steuerliche Förderung: Transparenz pur. Konzerne müssten ehrlich werben, nicht schmieren. Und ohne Zucker als Suchtdroge? Neue Produkte ohne Geschmacksterror.
Kostenexplosion: Zucker frisst den Staat
Adipositas kostet 63-113 Milliarden jährlich – 2,6% BIP. Diabetes: Milliarden für Insulin, Pflege. OECD: 70% Diabetes-Kosten auf Übergewicht. Zuckersteuer in UK reduzierte Zucker um 30%, spart Milliarden. Deutschland: Ignoranz. Hausärztliche Praxis zu Kosten.
TUM-Modell: Weniger Fälle, Einsparungen. Stattdessen: Freiwilligkeit scheitert. Verursacher zahlen – oder Steuer. Aber Lobby siegt, Geschmacksvielfalt stirbt.
Süchtig nach Süß: Die neurologische Falle und kultureller Niedergang
Zucker hackt das Dopaminsystem. Jeder Bissen triggert Euphorie, stärker als bei fettem Essen. Langfristig: Desensibilisierung, mehr muss her. Andere Geschmäcker? Ignoriert. Bitter (Gesundes wie Grünzeug) wird gemieden, Sauer (Fermentiertes) als eklig empfunden. Ergebnis: Ein Gaumen, der nur Extremes kennt – ultra-süß oder ultra-salzig. Dopamin auf Wikipedia.
Evolutionär Sinn: Süß signalisiert Reife, Kalorien. Heute täuscht es – leere Kalorien ohne Vitamine. Deutsche Küche war vielfältig: Sauerkraut, deftiges Fleisch, herbes Bier. Heute? Süße Fast Food-Ketten. Übersüß verdrängt Tradition. Zukunft: Geschmacksregeneration durch Entwöhnung. Zuckersteuer würde das forcieren – weniger Süßes, mehr Natürliches.
Fazit: Süßer Wahnsinn der Politik
Verzicht auf Zuckersteuer ist logisch – für Lobbyisten. Besser: Haftung nach BGB, Ende der Absetzbarkeit, Kampf gegen Geschmacksterror. Die Industrie würde umdenken, oder pleitegehen. Sarkastisch? Ja – aber der Zynismus liegt in der Realität. Warum ausgerechnet Zucker? Weil er alles kaputtmacht – Gesundheit, Geschmack, Politik. Wie in Digitale Lügen auf 42thinking.de: Misstrauen wächst durch solche Farce.
Zeit für echten Wandel, nicht Süßholz.
