a number of owls are sitting on a wire

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So wirklich wundern kann man sich bei der Meldung „Menschen sind überfordert von zu vielen Nachrichten“ nicht.

Fangen wir mal mit den dienstlichen Nachrichten an, E-Mails, Kurznachrichten aus mehrere MS Teams Accounts, da kommt schon Kommunikation zusammen.

Privat sieht die Welt dann noch viel schlimmer aus.

Allein wenn ich mir die diversen Chats in den gängigen Messengern anschaue, angefangen von Direktmitteilungen über Familien- und Vereins-Chats, Schul- und Elternbeirats-Chats etc. pp., die ich schon aus Verzweiflung stumm schalte, um nicht permanent abgelenkt zu werden. Dann kommen noch minütlich Nachrichten aus privaten Social Media oder Business-Plattformen, Daumen hoch oder Kommentare.

Im RSS-Reader folge ich noch knapp 90 Sources, die durchaus interessante und spannende Informationen bereitstellen. Ach ja, nebenbei habe ich auch noch gut 75 Quellen für Podcasts.

In vielen Fällen lese ich tatsächlich nur noch die Headlines und lese nur noch in einem Bruchteil der Informationsangebote detaillierter nach, lade gezielt ein paar Podcasts herunter und höre sie.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass mir freudestrahlend erzählt wird, wie gut sich ChatGBT dafür eignet, Musik zu generieren, dann bin ich völlig verloren, verloren im Dschungel der Inputs.

Repetitionen

Wenn ich so durch den RSS Reader scrolle, fallen mir bei den täglich so ca. 200 Meldungen Muster auf, gleichlautende Inhalte von verschiedenen Quellen.

Ist hier bereits KI am Werk? Oder sind es Praktikanten in den Presseverlagen und Medienhäusern? Mag sein, das Wiederholen Meinungen festigen kann, erinnert man sich doch an

Ceterum censeo Carthaginem esse delendam!

was zum dritten Punischen Krieg und der damit verbundenen Zerstörung Karthagos führte, antikes Framing eben.

Bei mir führt die ständige Wiederholung nur noch zum Ignorieren, zum schneller Durchscrollen. Wiederholungen sind bei mir eher Perlen vor die Säue.

Triggern mich Überschriften dann doch, überfliege ich die Texte eher schnell, reichen oft bereits die Headlines, um die erforderlichen Bilder in meinem Kopf zu erzeugen.

Podcasts sind (zumindest bisher) noch handgemacht. Man spürt die Liebe zum Detail, die Tiefe der Recherche. Darum triggern mich Podcasts deutlich häufiger als Geschriebenes. Oder bin ich einfach nur gezwungenermaßen besser bei der Sache?

Nein, mich wundert der Artikel nicht im Geringsten. Gleichzeitig hoffe ich, dass man entweder anfängt, das Schüttgut Nachrichten auszufiltern oder aber eine KI sortiert nach meinem Geschmack gründlich aus.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

…aber sie stirbt!

 

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