Nein, ich bin nicht verschwunden. Nur tief im Stacktrace des Lebens vergraben.
2025 war ein produktives Jahr – über 300 Artikel, zwei Bücher, hunderte Seiten, tausende Gedanken. Und jetzt, Anfang 2026, dieses ohrenbetäubende Schweigen. Man könnte meinen, ich hätte das Schreiben aufgegeben. Aber weit gefehlt: Ich schreibe mehr denn je. Nur nicht hier. Sondern da, wo sich jeder Satz anfühlt wie ein kleiner chirurgischer Eingriff ins eigene Hirn.
Ein neues Buch. Eine gedankliche Deadline.
Der Hauptgrund für die Funkstille ist simpel: Fokus. Ich arbeite an einem neuen Buch, und es verlangt nach Konzentration, die sich nicht mit spontanen Blogartikeln verträgt. Es ist, als würde man versuchen, ein Uhrwerk zu reparieren, während draußen ein Presslufthammer läuft. Geplante persönliche Deadline: Ende Februar. Realistische Deadline: Ende Februar plus zwei Wochen kognitive Überkompensation. Mehr dazu passt aktuell eher in die Kategorie „Work in Progress“ als in „Release Notes“.
Daneben liegt – bildlich und tatsächlich – ein zweites Fachbuch. Weitgehend fertig, aber in meinem Kopf nagen noch ein paar „kleine“ Überarbeitungen an mir. Diese Kleinigkeiten haben sich tief ins mentale EEPROM gebrannt und wollen raus. Perfektionismus ist eben kein Schalter, sondern ein Zustand. Oder ein Bug.
Zwischen Trumpismus und Totalausfall
Die politische Weltlage? Nun ja – um sie zu kommentieren, müsste man eigentlich eine Mischung aus Sisyphos, Monty Python und einem Notarzt für kollektive Vernunft sein. Kurz gesagt: Trumpismus ist keine Episode, sondern eine Pandemie der Dummheit. Manchmal fühlt es sich an, als hätte jemand den globalen Diskurs auf „Hard Reset“ gesetzt – nur leider ohne Backup.
Wie kommentiert man eine Welt, in der das lauteste Argument gewinnt – nicht das beste? Wahrscheinlich gar nicht. Man filtert, fokussiert, atmet tief durch. Schreibt. Und hofft, dass in den Zeilen etwas bleibt, das gegen die Abwärtsspirale hilft.
Neustartsystem: Karriere 2.0
Seit dem 1. Januar 2026 bin ich offiziell „frei“. Also: ohne Anstellung, aber nicht ohne Beschäftigung. Der Unterschied ist fundamental. Denn Stillstand ist nicht mein Zustand. Eher das Gegenteil – ein Reboot mit neuen Parametern.
Ich bin auf Jobsuche – und ja, ausdrücklich offen für Vorschläge. Nach 23 intensiven Jahren in der Automobilindustrie – irgendwo zwischen Steuergeräten, Bussystemen und Safety Cases – zieht es mich in neue Fahrspuren. Medizintechnik steht weit oben auf der Liste, ebenso andere Bereiche, in denen Embedded Systeme, Sicherheit und Vernetzung nicht nur Komfort liefern, sondern Menschen konkret helfen. Embedded, aber mit Sinnverstärker.
Expertise reloaded
Ich habe in den letzten Jahren so viele Embedded-Systeme gesehen, dass ich CAN, LIN, FlexRay und Ethernet im Schlaf dekodiere. Dazu kommen Themen wie funktionale Sicherheit nach ISO 26262, Cybersecurity nach ISO 21434, SOTIF nach ISO 21448 und das ganze Ökosystem darum herum: von der frühen Konzeptphase bis zum geordneten Decommissioning. Kurz: komplexe, vernetzte Systeme sind mein natürlicher Lebensraum.
Über die Technik hinaus bringe ich Consulting- und Coaching-Erfahrung mit, pädagogische Fähigkeiten und eine gewisse Hartnäckigkeit im systematischen Denken. Fehler finden, verstehen, erklären und nachhaltig abstellen – ob in Code, Prozessen oder Organisationen – zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Werdegang. Wer tiefer eintauchen möchte, findet auf LinkedIn reichlich Stoff zu mir, zu Embedded Systems, Sicherheit und Systemdenken.
Offen für neue Kontexte
Was suche ich konkret? Rollen, in denen sich Technik, Verantwortung und Sinn verbinden lassen. Das kann Entwicklungsleitung, Systems Engineering, Safety- und Security-Architektur, Consulting im regulierten Umfeld oder der Aufbau robuster Entwicklungsprozesse sein. Gerade Branchen wie Medizintechnik, industrielle Automation oder sicherheitskritische Infrastruktur sind spannend – überall dort, wo ein Bug nicht nur ein Ticket, sondern ein Risiko ist.
Wichtig ist mir ein Umfeld, das keine Angst vor Komplexität hat, aber auch nicht in ihr badet. Ein Ort, an dem Fragen erlaubt sind, Lernen dazugehört und Menschen wichtiger sind als KPIs. Wenn das nach Ihrem Projekt, Ihrem Team oder Ihrem Unternehmen klingt: Melden Sie sich gerne – die Kommentarspalte, LinkedIn und Co. sind offen. Und ja, auch unkonventionelle Ideen sind willkommen.
Was bleibt?
Ein Zwischenfazit: Ich schreibe weiter. Ich denke weiter. Ich suche neu. Ich sortiere. Ich entwickle. Vielleicht ein bisschen anders, aber immer aus derselben Quelle: der Neugier auf Systeme – technische, gesellschaftliche und menschliche.
Wer tiefer einsteigen möchte in Themen rund um Neustart, Fehlertoleranz und das kreative Potenzial von Scheitern, findet passende Ergänzungen unter anderem in Artikeln wie „Scheitern: Fluch oder ultimativer Lernhack?“ oder in Beiträgen zu Stress, Neurodivergenz und Pausenkultur. Dort steckt viel von dem drin, was hinter diesem Lebenszeichen mitschwingt.
42thinking – still running. Und offen für Nachrichten.
Weiterführend:
Warum wir ausfallen dürfen
Systemische Verdrahtung
Die Illusion der Kontrolle
Embedded Systems Sicherheit
Keywords: Lebenszeichen, Buchprojekt, Schreiben, Embedded Systeme, Karrierewechsel, Medizintechnik, Trumpismus, Systems Engineering, ISO26262, Cybersecurity, Jobsuche
Meta-Description: Schreibpause mit Grund: Neues Buch, beruflicher Neustart, offene Jobsuche und der Wunsch nach sinnstiftender Technik jenseits der Automobilindustrie.
