Eigentlich müsste ich gerade im Dauerfeuer schreiben. Die Welt liefert Stoff, als hätte sie ein Abo auf Absurditäten abgeschlossen – politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, technologisch. Normalerweise ist das der Moment, in dem Texte einfach so aus den Fingern fallen. Nur: Im Moment passiert das Gegenteil. Es ist laut in meinem Kopf – und still im Blog.
Lautes Schweigen fühlt sich an wie ein überfüllter Schreibtisch, auf dem jede einzelne Mappe ein wichtiges Projekt ist – und alle gleichzeitig nach Aufmerksamkeit schreien. Man weiß nicht, wo anfangen, also bleibt man wie angewurzelt stehen. Ein bisschen so, als würde der eigene Hyperfokus plötzlich in den Streik treten. Die Trigger sind da, die Themen sind da, der innere Kommentar zur Lage der Nation sowieso – aber die Schreibhand sitzt mit verschränkten Armen in der Ecke.
Zwischen Triggerflut und Themenstau
Es ist nicht so, dass mir die Themen ausgegangen wären – im Gegenteil. Wer meinen Blog kennt, weiß: Gesellschaft, Politik, KI, Wirtschaft, Führung, Bildung – all das hat in den letzten Monaten eher zugelegt als abgenommen. Die Schlagzeilen seit 2023 lesen sich wie ein einzig langer Kommentarstrang, der nie geschlossen wurde. Die Texte zu Terror und Angst oder Liebe, die plötzlich Angst macht haben ihre Gültigkeit leider nicht verloren, sie wirken eher wie fortlaufende Kapitel eines Buches, das niemand lesen wollte und trotzdem alle mitspielen müssen.
Und dann sind da noch die politischen Eskapaden, die ich in „Reichweite der Dummheit“ kommentiert habe. Man könnte meinen, nach so einem Text sei das Thema „Absurditäten der Politik“ für eine Weile abgearbeitet. Aber nein, die Realität legt nach, als gäbe es Prämien für jedes zusätzliche Kapitel. In dieser Gemengelage nicht zu schreiben, wirkt von außen vermutlich wie Desinteresse. Tatsächlich ist es eher das Gegenteil: Zu viel Resonanz auf zu vielen Frequenzen – und irgendwann rauscht es nur noch.
Jobmarkt 2026: Wenn dein Lebenslauf kein Template hat
Parallel dazu läuft im Hintergrund eine Art Langzeitbelastungstest: Jobsuche jenseits der 50. Willkommen im Zeitalter der automatisierten Lebenslauf-Schubladen, in denen alles, was nicht sauber in eine Kategorie passt, als Systemfehler behandelt wird. Applicant Tracking Systeme sind die neuen Pförtner der Arbeitswelt – und sie sind erstaunlich schlecht darin, Biografien zu lesen, die außerhalb der Standardverläufe stattfinden. Wer mehr gemacht hat als nur linear „Position A – B – C“, gilt schnell als exotisch – und Exoten passen schlecht in Dropdown-Menüs.
Altersdiskriminierung ist dabei kein abstrakter Begriff, den man irgendwo in einer soziologischen Studie ablegt, sondern ein stiller Filter. Kein Personalverantwortlicher schreibt in eine Stellenanzeige „Bitte nur bis 45“. Aber wenn jede Lücke im Lebenslauf, jeder Querschlenker, jede Branchenrotation ein Fragezeichen produziert und die KI im Hintergrund schon das Matching-Score-Lämpchen auf Gelb schaltet, weißt du: Da sitzt jemand, der eher auf Risiko-Reduktion als auf Erfahrungstiefe setzt. Es ist ein wenig ironisch, wenn man ausgerechnet in einer Zeit, in der Lernen und <emAnpassungsfähigkeit> als Schlüsselkompetenzen gelten, erlebt, wie gering der Mut zur gelebten Vielfalt in Biografien ist.
Dazu kommt: Mein Lebenslauf ist kein Standardprodukt. Ingenieur, Autor, Vater, Fotograf, KI-Nerd, Automobilindustrie, Blog, Buchprojekte – versuchen Sie das mal in einem ATS-System in ein 0/1-Schema zu pressen. Wer so einen Weg geht, zahlt mit jeder Bewerbung den Preis dafür, dass die Welt der Formulare lineare Geschichten liebt. Dabei wäre gerade in einer komplexer werdenden Welt genau diese Mehrgleisigkeit ein Asset. Aber solange KI im Recruiting hauptsächlich als Filtermaschine und weniger als Erkenntniswerkzeug eingesetzt wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die spannendsten Lebensläufe schon am digitalen Pförtner scheitern.
Die KI-Erkenntnis-Lüge: Erkenntnis ohne Erkenntnis?
Inmitten dieses Job- und Themenkarussels wartet ein Projekt auf Finalisierung, das mich brüllend an den Schreibtisch gefesselt hat: die Finalisierung von „KI-Erkenntnis-Lüge“ – dem philosophischen Nachfolger zur „KI-Effizienz-Lüge“. Im ersten Band ging es darum, wie wir uns von der Illusion betören lassen, dass KI primär Effizienz bringt, während sie in Wahrheit oft nur den bestehenden Unsinn skaliert. Jetzt geht es um etwas, das noch tiefer reicht: Was nennen wir eigentlich Erkenntnis, wenn Maschinen antworten?
Die Frage ist dabei weniger, was KI kann, sondern was wir aus ihren Antworten machen. Wenn ein Chatbot mit beeindruckender Eloquenz Sätze ausspuckt, fühlen wir uns schnell an menschliche Dialoge erinnert – obwohl wir genau wissen, dass da kein Bewusstsein sitzt, keine Intention, kein Erleben. Wir stehen also vor einer Erkenntnisillusion: Die Maschine liefert Ergebnisse, und wir interpretieren sie als Einsichten. Wie gefährlich das wird, sieht man überall dort, wo Menschen Verantwortung an Algorithmen delegieren – sei es bei Kreditvergaben, Bewerbungsfiltern oder politischen Kampagnen. Die KI wird zur neuen „Quelle“, und wir vergessen, dass sie nur eine hochkomplexe Form von Spiegel ist, der unsere eigenen Datenmuster zurückwirft.
Genau hier fehlt noch ein Stück Buch – und genau hier merke ich, wie schwer es ist, philosophische Präzision mit dem Tempo der Gegenwart zu synchronisieren. Während ich schreibe, verändern sich Modelle, Gesetze, Diskurse. KI ist nicht nur Erkenntnis-Lüge, sie ist auch Aktualitäts-Falle: Kaum hat man ein Beispiel sauber durchargumentiert, kommt das nächste Update, die nächste Schlagzeile, die nächste „KI-Revolution“. Darum braucht es deshalb gerade Testleser: Menschen, die bereit sind, gemeinsam am Begriff „Erkenntnis“ zu rütteln, statt sich nur an der Oberfläche der Technologie zu reiben.
Bei Interesse, einfach anschreiben! Kommentarfunktion ist offen!
Die komplette KI-Trilogie: Gesellschaft im Schatten der Algorithmen
Parallel – ja, das Wort zieht sich wie ein Running Gag durch diesen Text – steht der nächste Band der KI-Trilogie an. Wenn die Effizienz-Lüge den wirtschaftlich-organisatorischen Blick einnimmt und die Erkenntnis-Lüge den philosophischen, dann ist der dritte Teil der, der am tiefsten ins Fleisch schneidet: die gesellschaftlichen Folgen. Wie verändert sich eine Gesellschaft, die sich zunehmend an algorithmische Logiken gewöhnt? Wie verändert sich Macht, wenn Entscheidungen von Systemen vorbereitet werden, deren Funktionsweise nur noch wenige verstehen?
Es geht um mehr als nur „Arbeitsplätze werden verschwinden“ – dieses Narrativ ist inzwischen so ausgelutscht wie falsch fokussiert. Spannender ist: Wer definiert die Normen, die in den Daten stecken? Wer profitiert von der Automatisierung von Vorurteilen? Wie verändert sich demokratische Willensbildung, wenn politische Kommunikation immer stärker über personalisierte Feeds läuft, die auf Aufmerksamkeit getrimmt sind statt auf Erkenntnis? In meinen KI-Ethik-Texten habe ich einiges davon angerissen – die Trilogie soll diese Fäden bündeln, vertiefen, miteinander verweben.
Aber genau das verlangt: Zeit, Konzentration, Mut zum langen Gedanken. Und davon lebt man im Alltag der multiplen Baustellen momentan eher auf Kredit. Jeder neue Skandal, jede neue KI-Meldung aus dem Silicon Valley, jede absurde politische Reaktion in Berlin oder Brüssel schreit „Reagiere! Kommentiere!“. Die Trilogie aber verlangt: „Analysiere. Ordne. Lass den Puls runter.“ – Ein Widerspruch, der sich nicht leicht auflöst.
Ivo & Botzi: Band III und Geschichten, in denen jedes Kind mitkommen darf
Zwischen all den Sachbüchern, Essays und philosophischen Gedankengängen wartet noch ein Projekt, das mir auf eine ganz andere Weise am Herzen liegt: Ivo & Botzi, Band III. Das Konzept steht, die Themen sind gesammelt, die Figuren melden sich regelmäßig zu Wort – nur das Leben war in den vergangenen Monaten schneller als die Tastatur.
Dabei ist Ivo & Botzi weit mehr als eine weitere Kinderbuchreihe. Die Geschichten entstehen aus der Überzeugung, dass Kinder, die anders lernen, denken oder die Welt wahrnehmen, nicht ständig erklärt bekommen sollten, was sie angeblich nicht können. Sie brauchen Geschichten, in denen sie sich selbst wiederfinden dürfen. Ohne erhobenen Zeigefinger. Ohne pädagogischen Holzhammer. Und vor allem ohne das Gefühl, immer die Ausnahme zu sein.
Ivo und Botzi erleben Abenteuer, streiten sich, machen Fehler, lachen, zweifeln und wachsen an ihren Herausforderungen. Ganz nebenbei begegnen sie Situationen, die viele neurodivergente Kinder aus ihrem Alltag kennen: Missverständnisse, Reizüberflutung, impulsive Entscheidungen oder das Gefühl, dass Buchstaben manchmal einfach nicht dort stehen bleiben wollen, wo sie hingehören. Genau deshalb sollen die Geschichten Mut machen, statt Defizite zu verwalten.
Band III wird diesen Weg konsequent weitergehen. Wieder soll eine Geschichte entstehen, die spannend genug ist, um einfach gelesen zu werden, gleichzeitig aber Eltern, Lehrkräften und Geschwistern einen kleinen Blick in eine Welt eröffnet, die von außen oft vorschnell beurteilt wird. Verständnis entsteht selten durch Erklärungen. Meist beginnt es mit einer guten Geschichte.
Vielleicht ist genau das die größte Stärke von Kinderbüchern: Sie verändern keine Weltanschauungen durch Argumente, sondern durch Figuren, mit denen man mitfühlt. Wenn ein Kind am Ende des Buches nicht darüber nachdenkt, ob Ivo oder Botzi “anders” sind, sondern einfach wissen möchte, wie das nächste Abenteuer ausgeht, dann hat die Geschichte ihren eigentlichen Zweck erfüllt.
Habt ihr eigentlich schon in Band I und Band II reingelesen? Wäre auch prima Geschenk für Kinder, Enkel, Nichten und Neffen!
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Kevin, Wirtschaft und die Apfelaktie
Und weil es noch nicht genug Baustellen sind, lauert schon die nächste Idee: ein Wirtschaftsbuch. Oder besser: eine verdichtete, etwas bissigere Zusammenfassung der „Kevin“-Beiträge – wie in „Was lernt ihr eigentlich im Studium, liebe Wirtschaft?“ oder „Kevins Apfelaktie – Wirtschaft oder Casino?“. Kevin, dieser freundliche Statist der Ökonomie, der mit seinem Apfelbaum plötzlich zum Symbol einer ganzen Marktlogik wird.
Kevin ist praktisch, weil er die große Wirtschaft auf ein überschaubares Bild reduziert. Ein Baum, ein paar Äpfel, eine Idee – und schon sind wir mitten drin: Risiko, Rendite, Spekulation, Regulierung, Monopole, Subventionen. Die Apfelaktie ist gewissermaßen die Märchenfigur, mit der wir unseren Kindern erklären könnten, warum Märkte nicht so „frei“ sind, wie viele Lehrbücher behaupten. Gleichzeitig ist Kevin eine stille Anklage gegen das, was wir in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen oft als Naturgesetz verkauft bekommen: Wachstum als Selbstzweck, Shareholder-Value als oberste Maxime, Kreislaufprinzipien als historische Fußnote, obwohl Menschen wie Robert Bosch genau diese Prinzipien einst ernst nahmen.
Ein Buch aus den Kevin-Texten zu machen, hieße: dieses Märchen ernst nehmen. Die Pointe ausbauen. Die Metaphern schärfen. Die Parallelen zu unserer Gegenwart härter ziehen. Und ja, vielleicht auch den Mut haben, das Wort „Kapitalismus“ wieder auszusprechen, ohne gleich in ideologische Reflexkämpfe abzudriften. Aber auch dieses Projekt konkurriert im Moment mit allen anderen um die gleiche Ressource: meine begrenzte, sehr menschliche Aufmerksamkeit.
Schreibt mir doch, ob euch dieses Thema interessiert! Kommentarfunktion ist offen!
Gudera Pictures: Wenn Bilder sprechen wollen – und Zeitpläne nicht
Während all diese Textideen in den Startlöchern stehen, drängeln sich die Bilder. Gudera Pictures ist alles andere als eingeschlafen – im Gegenteil, erstaunlich viele Foto-Themen liegen auf dem Tisch. Events, bei denen Licht, Menschen und Augenblicke zusammenkommen. Business-Portraits, bei denen es nicht nur darum geht, „professionell“ auszusehen, sondern Persönlichkeit, Brüche, Haltung einzufangen. (Falls übrigens jemand im Raum München – Eching, Schleißheim, Fürstenfeldbruck – gute Businessportraits braucht: Ja, das war ein dezenter Wink.)
Fotografie ist für mich kein Hobby, das man mal eben nebenher erledigt. Sie ist eine andere Form von Erzählen, eine andere Art, die Welt zu rahmen. Während Text versucht, Gedanken zu strukturieren, fängt das Foto die Sekunde ein, in der jemand kurz nicht aufpasst – und genau dann authentisch wird. Die Herausforderung: Bilder zu machen, zu sichten, zu bearbeiten kostet Zeit. Und während du an Lightroom sitzt, ruft der Blog „hey, du wolltest doch noch…“, während das Manuskript „KI-Erkenntnis-Lüge“ leise hustet und Ivo & Botzi im Hintergrund diskutieren, ob sie sich einen neuen Autor suchen sollen.
Lautes Schweigen: Warum nichts zu posten manchmal ehrlicher ist
Von außen sieht ein leerer Blogmonat schnell nach Funkstille aus – in Wahrheit ist es oft das Gegenteil: ein Maximum an innerer Aktivität. Die Themenlage ist aktuell so dicht, dass es fast unanständig wirkt, nicht jede zweite Nachricht in einen Text zu verwandeln. Attentate, politische Entgleisungen, gesellschaftliche Brüche – alles Themen, die ich in Artikeln wie „Terror“ oder „Reichweite der Dummheit“, aber auch „Wenn Liebe Angst macht“ bereits angerissen habe. Die traurige Konstante: Sie bleiben aktuell, egal ob ein neuer Text kommt oder nicht.
Man könnte natürlich eine Art Pflicht-Kommentar-Betrieb daraus machen: Jeder neue Skandal, jede neue Ungerechtigkeit, jede neue politische Fehlleistung bekommt einen eigenen Beitrag. Aber dann wird Schreiben zur Fließbandarbeit, zur Kommentarmaschine. Und genau davor habe ich Respekt. Nicht jeder Text muss sofort raus. Nicht jedes Thema verträgt die Realtime-Empörung, die Social Media so liebt. Manchmal ist Schweigen kein Wegducken, sondern eine bewusst gewählte Pause – um nicht Teil des Rauschens zu werden, das man eigentlich kritisieren möchte.
Zwischen Lessing und Neuzeit: Das eigene Tempo finden
In der Selbstbeschreibung des Blogs steht nicht zufällig „zwischen Lessing und Neuzeit“. Lessing brauchte keine Push-Benachrichtigungen, um Gedanken zu formulieren. Er hatte den Luxus – oder die Bürde – längerer Zeiträume zwischen Eindruck und Ausdruck. Heute stehen wir in einer Gegenwart, in der jede Beobachtung sofort veröffentlicht werden könnte. Die Frage ist: Müssen wir das mitmachen? Muss jeder Impuls in Echtzeit verwertet werden? Oder dürfen wir uns den Luxus des Nachdenkens leisten, auch wenn der Algorithmus das nicht belohnt?
Die Antwort ist für mich persönlich gerade ein vorsichtiges „Ja“. Ja, ich darf langsam sein. Ja, ich darf gleichzeitig an Büchern, Blog, Fotos, Jobsuche arbeiten – und trotzdem mal einen Monat nichts veröffentlichen. Ja, ich darf mir erlauben, dass manche Texte länger brauchen, weil sie sonst nur wiederholen, was sowieso schon überall steht. Und ja, ich darf – trotz all der Trigger – sagen: „Heute nicht. Heute denkt der Kopf nur – und die Finger bleiben auf der Blog-Tastatur still.“
Testleser, Mitdenker, Geduldige: Ein leiser Aufruf
Vielleicht ist dieser Text am Ende weniger ein Bericht als ein Aufruf. Wer bis hierhin gelesen hat, gehört wahrscheinlich zu der Sorte Mensch, die sich nicht so leicht mit Schlagzeilen abspeisen lässt. Vielleicht liest du schon länger mit, vielleicht bist du zufällig hier gelandet. In beiden Fällen: Wenn dich die Themen der KI-Trilogie interessieren, wenn du Lust hast, als Testleser oder Testleserin bei „KI-Erkenntnis-Lüge“ dabei zu sein, melde dich. Neugierige, kritische, philosophisch anfällige Menschen sind ausdrücklich erwünscht.
Und wenn du eher in der Wirtschaft zu Hause bist, vielleicht selbst studiert, gelehrt, beraten hast – dann könnte das geplante Wirtschaftsbuch dein Trigger sein. Die Kevin-Texte brauchen Menschen, die sich nicht zu schade sind, über scheinbar „simple“ Apfelgeschichten ernsthaft zu diskutieren. Denn am Ende geht es genau darum: komplexe Zusammenhänge so zu erzählen, dass sie verständlich werden, ohne banal zu werden. Zwischen Kabarett und Analyse, zwischen Zynismus und Hoffnung.
Ausblick: Das Schweigen wird nicht bleiben
Dieses laute Schweigen ist kein Dauerzustand. Es ist eher eine Zwischenphase, ein langsames Nachjustieren der inneren Prioritäten. Job, KI-Trilogie, Ivo & Botzi, Kevin-Buch, Gudera Pictures – das ist kein schlecht gefüllter Projektplan, das ist eher ein Hinweis darauf, wie absurd unsere Zeit geworden ist: Wer denkt, fühlt, schreibt, fotografiert, wird heute schneller zum Multitool als ihm lieb ist.
Die gute Nachricht: Themen gehen nicht aus. Die schlechte: Zeit schon. Aber solange die Themen bleiben, bleibt auch der Drang, sie zu erzählen. Vielleicht langsamer. Vielleicht selektiver. Vielleicht konzentrierter. Vielleicht mit noch mehr Lust an Tiefe statt an Reichweite. Bis dahin gilt: Wer in den letzten Wochen ein „lautes Schweigen“ wahrgenommen hat – danke fürs Dranbleiben. Und keine Sorge: Es ist nur die Ruhe vor der nächsten Textwelle.



