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Neurodiversität: Willkommen in der Schubladen-Party – Jeder kriegt eine!

Stellt euch vor, ihr scrollt durch Social Media, und plötzlich prasseln die Thesen auf euch ein: „Neurodiversität ist der neue Superhelden-Status!“ Oder: „Das ist doch alles nur eine Krankheit, nehmt eure Pillen!“ Willkommen in der Bubble, wo jeder zweite Post eine Schublade für euer Gehirn bereithält. Aber halt mal: Neurodiversität ist kein Einheitsbrei, sondern ein Spektrum mit Millionen Variationen – und nein, es ist keine Krankheit, sondern eine Denkweise, die die Welt manchmal aus den Angeln hebt. Humorvoll ernsthaft betrachtet: Wenn schon jeder Fünfte neurodivers ist, dann lasst uns die Schubladen zuschlagen und die Vielfalt feiern, bevor Dummheit als nächste Diagnose drankommt. Und vorab: Nicht jeder Betroffene ist ein Profi, allgemeine Beschreibungen scheitern immer, Selbsttests sind oft Quatsch – Neurodiversität erklärt, entschuldigt aber nix.

Social Media: Die Schubladenfabrik läuft auf Hochtouren

In eurer Social-Media-Bubble fühlt sich alles so einfach an. Ein TikTok-Video mit „10 Anzeichen für ADHS“ – zack, diagnostiziert. Ein Thread auf X über Autismus als Superkraft – schon steckt ihr in der Helden-Schublade. Doch die Realität? Social Media boomt mit Selbstdiagnosen, wo klinisches Vokabular wie Konfetti verteilt wird. Depression? Check. ADHS? Klar. Autismus? Na logo. Das Problem: Es ignoriert, dass Neurodiversität ein Spektrum ist, keine Checkliste. Wie in meinem Artikel „Neurodiversität – Grund, keine Entschuldigung“ beschrieben, entstehen hier Fremdurteile pur: Influencer als selbsternannte Experten, die euer Chaos romantisieren oder verurteilen, ohne den individuellen Mix zu kapieren.

Ernsthaft: Diese Bubble-Thesen kollidieren mit der Außenwelt. Am Arbeitsplatz oder in der Familie heißt es plötzlich „Reiß dich zusammen!“, während online alle applaudieren. Die Folge? Verwirrung, Überforderung und eine Schubladen-Party, bei der niemand tanzt, weil alle in ihrer Kiste kleben. Und humorvoll betrachtet: Wenn Social Media Psychiater ersetzt, warum nicht gleich Sternzeichen-Diagnosen? „Du bist Widder mit ADHS – passt perfekt zum Chaos!“ Selbsttests aus dem Netz? Oft unqualifiziert, weil sie keine Profi-Diagnose ersetzen und in die Irre führen. Schließlich wird nur die Selbstsicht berücksichtigt, die Wirkung auf Andere wird nicht mit eingebucht.

Die Komplexität wird unterschätzt. Studien zeigen, dass Plattformen wie TikTok und Instagram psychische Störungen pathologisieren und normalisieren zugleich – ein Rezept für kulturelle Kategorien statt echter Hilfe. Zeit, die Bubble zu durchstechen, und zu merken: Nicht jeder Neurodiverse ist gleich ein Profi in seiner eigenen Sache.

Das Spektrum: Milliarden Schubladen, eine Menschheit

Neurodiversität ist kein Monolith, sondern ein gigantisches Spektrum. ADHS trifft auf Autismus, Dyslexie mischt sich mit Hochbegabung – und das in unendlichen Kombinationen. Schätzungen gehen von 15-20% neurodivergenter Menschen aus, basierend auf Prävalenzen wie 5-7% ADHS, 1-2% ASS, 5-10% Dyslexie. Aber Achtung: Keine einfache Addition, denn Komorbiditäten sind die Regel – bis zu 80% Überlappung bei ADHS und Autismus, wie hier detailliert.

Rechnet mal nach: Bei Dutzend Merkmalen (Hyperfokus, Sensibilität, Detailwahn usw.), die jeweils variabel ausfallen, ergeben sich Millionen, wenn nicht Milliarden Kombis. Jeder Neurodiverse ist ein Unikat – wie ein Schneeflocken-Mosaik. Allgemeine Beschreibungen von Neurodiversität? Gibt’s nicht, nur individuelle Geschichten. In der Bubble wird das ignoriert: „Typisch ADHS!“ – als gäbe’s eine Vorlage. Stattdessen: Individuen mit einzigartigen Stärken (kreatives Out-of-the-Box-Denken) und Herausforderungen (Überreizung, Organisation). Wie hier betont: Nicht falsch, sondern anders.

Humorvoll: Wenn jede Kombi eine Schublade braucht, bräuchten wir einen IKEA-Lagerraum pro Mensch. Ernst: Diese Vielfalt erklärt, warum Einheitsratschläge scheitern. Versteht das Spektrum, hört die Schubladen quietschen – und erkennt: Neurodiversität ist eine Erklärung für das Wie und Warum, keine Entschuldigung fürs Chaos.

Kein Krankheitsetikett: Andersdenken mit Nebenwirkungen

Ach ja, hört auf, Neurodiversität als Krankheit zu labeln! Es ist eine natürliche Variation, wie Linkshändigkeit oder Blauäugigkeit – nur im Gehirn. Der Neurodiversitäts-Bewegung shiftet den Fokus von Defiziten zu Vielfalt: Autismus, ADHS, Dyspraxie als Potenziale, nicht als Pathologie. Klar, es gibt problematische Folgen – soziale Konflikte, innere Unruhe –, aber das macht’s nicht krank.

Mediziner vergleichen es manchmal mit Diabetes, doch Gegner sehen Stärken: Inselbegabungen, Hyperfokus für Innovation. In meinem früheren Beitrag warnte ich vor Romantisierung, aber auch vor Stigmatisierung. Es ist Andersartigkeit im Denken, die Gesellschaften bereichert – denkt an Einstein oder Turing, oft als neurodivers vermutet. Nicht jeder Betroffene meistert das Profi-mäßig; viele stolpern erstmal über die Erkenntnis.

Sarkastisch: Wenn Neurodiversität Krankheit ist, dann ist Genialität auch eine – diagnostiziert Dummheit als Pandemie! Ernsthaft: Akzeptanz statt Etikett hilft allen, ohne die Verantwortung zu killen. Selbsttests? Finger weg, wenn sie nicht von Fachleuten kommen – sie sind oft unqualifiziert und schüren nur falsche Hoffnungen.

Jeder Fünfte? Dann flippt die Normalitäts-Matrix aus

20%+ Neurodiverse? Das wären Milliarden! Laut Übersichtsarbeiten ergibt sich das aus nicht addierbaren Prävalenzen, inklusive Hochsensibilität oder Hochbegabung. Jeder Fünfte „krank“? Absurd! Dann müsste Dummheit (statistisch häufiger?) auch diagnostiziert werden – „Normo-Phobie-Syndrom“ oder so. Auch die Gefahr von Neurodivers-Eliten wäre gegeben.

Das zeigt: „Normal“ ist die Ausnahme. Neurotypisch? Eher statistischer Mittelwert. In einer Welt mit 8 Milliarden Gehirnen ist Vielfalt die Regel. Social-Media-Bubbles täuschen Einheit vor, ignorieren aber diese Massenvielfalt und die individuelle Natur jeder Ausprägung. Wie in „Brot und Spiele 2.0“ angedeutet: Ablenkung verhindert echtes Verständnis.

Humor: Wenn 1/5 neurodivers ist, feiern wir Diversity-Partys statt Schubladen. Ernst: Das zwingt zu Inklusion – Arbeitsplätze, Schulen, Gesellschaft müssen anpassen, nicht die Gehirne. Und Neurodiversität bleibt Erklärung, keine Blanko-Entschuldigung.

Aus den Schubladen raus: Verantwortung meets Vielfalt

Neurodiversität als Modebegriff? Gefahr, wie ich in „Neurodiversität – Grund, keine Entschuldigung“ warnte: Cherry-Picking und Ausreden. Ja, Spektrum anerkennen, aber Verantwortung übernehmen. Gesellschaft: Bieten Strukturen (quiet rooms, flexible Jobs). Individuen: Strategien entwickeln, ohne Eigenheiten zu leugnen. Allgemeine Beschreibungen? Fehlanzeige – nur das Individuelle zählt.

Zukunft: Neurodiversität als Asset – Tech-Firmen wie Microsoft recruiten bewusst. In Bayern, wo ich sitze, wächst das Bewusstsein. Verknüpft mit komplexem Denken: Neurodiverse cracken Probleme, die Lineare scheitern lassen. Nicht jeder ist Profi darin, aber alle können lernen.

Schluss mit Humor: Schmeißt die Schubladen weg – lasst die Gehirne frei tanzen. Ernst: Akzeptanz schafft Stärke für alle, Selbsttests dienen nur der Orientierung, keine finale Wahrheit.


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