Dilettieren – besser als sein Ruf

Spatz sitzt in einer Hand

Ein Leben im Zeichen des Ausprobierens Ich dilettiere. In vielem. Ich schreibe – nicht professionell, aber mit Leidenschaft. Ich mache Musik – viel zu selten, aber dafür mit Herz. Ich fotografiere – das vielleicht sogar schon auf einem Niveau, das gelegentlich Applaus provoziert (wenn auch meistens nur von mir selbst). Ich scribble – also zeichne, … Weiterlesen

Jenseits der Algorithmen

Brain, based on Zero and One numbers Hirn, bestehend aus Einsen und Nullen

Was Denken von KI unterscheidet – ganz persönlich betrachtet. „Wo ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Denken und KI?“ Diese Frage fiel mitten in eine Diskussion. Unvermittelt. Direkt. Und sie hat sich festgesetzt. KI ist logisch. Ich nicht immer. Wenn ich über Künstliche Intelligenz spreche, meine ich meistens ein Werkzeug. Ein sehr mächtiges, manchmal beängstigend … Weiterlesen

Beton: Renovierung in die Vergangenheit

Denkende Person sitzt auf einem Stein

Normalerweise geht es hier um Impulse, Perspektivwechsel, manchmal ein wenig Provokation. Um Gedanken, die andocken, sich weiterdrehen, vielleicht auch widersprochen werden wollen. Doch dieser Beitrag ist stiller. Persönlicher. Er beginnt dort, wo das Denken nicht mehr bloß intellektuell ist, sondern körperlich spürbar. Eine Mauer, ein Blick, eine Irritation – und plötzlich steht nicht mehr die … Weiterlesen

Selbstreflexion in einer überreizten Welt: Warum das Infragestellen eigener Ziele heute essenziell ist

Spiegel

Wir leben in einer Epoche des ständigen Vorwärts. Immer neue Projekte, Technologien, Informationen. Doch je mehr wir nach außen streben, desto dringlicher wird der Blick nach innen. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion – das kritische Hinterfragen der eigenen Ziele, Motive und Lebensentwürfe – ist keine esoterische Spielart der Achtsamkeit, sondern eine notwendige Kompetenz im Zeitalter digitaler … Weiterlesen

Wenn die Nacht nach Zukunft duftet – olfaktorische Erlebnisse im Mai

Der Mai hat eine besondere Aura. Es ist eine Zeit der Blüte, des Neuanfangs – und in den Nächten liegt eine fast greifbare Spannung in der Luft. Ich entscheide mich für einen späten Spaziergang. Ohne Ziel, ohne Musik im Ohr, ohne Kamera. Nur ich und die Dunkelheit. Es ist still, doch nicht leise. Die Welt … Weiterlesen

Reden statt Googeln: Das Wirtshaus als vergessener Wissensspeicher

Der Anstoß für diesen Text war ein einfacher, beinahe beiläufiger Moment: Nach dem Maibaumaufstellen saß ich mit einem Imker ungezwungen beisammen – unter freiem Himmel, bei Bier und Breze, quasi ein Wirtshaus „open air“. Es war kein Interview, kein geplantes Gespräch, sondern ein zufälliger Austausch über das Bienensterben, veränderte Blühzeiten, Hybridpflanzen aus dem Baumarkt und … Weiterlesen

Ganesha – Gott der Ingenieure (7)

Ganesha, der elefantenköpfige Gott aus der hinduistischen Mythologie, wird traditionell als Beseitiger von Hindernissen und als Schutzpatron von Wissen, Weisheit und Neuanfängen verehrt. Doch was, wenn wir Ganesha nicht nur als spirituellen Begleiter sehen, sondern als den ultimativen Gott der Ingenieure? Die Symbolik seiner Gestalt und seiner Eigenschaften könnte uns dazu anregen, ihn als Vorbild … Weiterlesen

Wer leichter glaubt, wird schwerer klug – Über die Grenzen zwischen Glauben und Lernen

Denkende Person sitzt auf einem Stein

Der Satz „Wer leichter glaubt, wird schwerer klug“ stammt vom Journalisten und Philosophen Martin Urban. Er bringt ein Dilemma auf den Punkt, das aktueller kaum sein könnte: In einer Zeit, in der Informationen im Überfluss vorhanden sind, stellt sich mehr denn je die Frage, wie wir Erkenntnis von Überzeugung unterscheiden. Lernen und Glauben sind dabei … Weiterlesen

Eliten – unbegrenztes Budget, begrenzter Horizont?

Big bag of money and some coins

Es klingt paradox: Menschen mit grenzenlosem Budget, Zugang zu globalen Netzwerken und Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse scheinen oft bemerkenswert begrenzt in ihrem Denkrahmen zu agieren. Gerade „Eliten“ – insbesondere jene in wirtschaftsliberalen Thinktanks oder unter den Superreichen – vertreten häufig Modelle, in denen der Mensch als soziales Wesen kaum vorkommt. Stattdessen dominieren Effizienzparadigmen, mathematische Modellvorstellungen … Weiterlesen

Digitalisierung alter Texte: Verlust an Haptik, Gewinn an Nutzwert?

Mensch am PC

Alte Texte faszinieren. Sie riechen nach Jahrhunderten, knistern beim Umblättern, tragen Spuren ihrer Zeit. Jede Seite, jedes Pergament, jeder Randkommentar erzählt mehr als nur den Text selbst. Und doch – diese analogen Schätze stehen im Spannungsfeld zwischen Bewahrung und technologischem Fortschritt. Die Digitalisierung verspricht Zugang, Konservierung und Kontextualisierung. Doch was geht dabei verloren, was wird … Weiterlesen