Väter und Neurodivergenz: Hilfreich, hilflos, hoffnungsvoll

Es gibt diese Vatersorte, die im Alltag erstaunlich kompetent wirkt, solange es um WLAN, Steuererklärungen und den letzten nicht verschollenen Ladekabel-Adapter geht. Kaum fällt aber das Wort Neurodivergenz, stehen viele plötzlich da wie ein Mann vor dem IKEA-Regal ohne Nummernschild: äußerlich ruhig, innerlich kurz vor dem Systemabsturz. Väter und Neurodivergenz. Dass das nicht automatisch böser … Weiterlesen

Themenvielfalt Neurodivergenz: Wenn Gehirne nicht im Einheitsmodus laufen

Neurodivergenz ist für mich kein Wellnessbegriff und schon gar kein Sende- oder Reparaturauftrag. Es ist eher die nüchterne Feststellung, dass nicht alle Köpfe nach derselben Bedienungsanleitung arbeiten – und dass genau daraus manchmal ein erstaunlich interessantes, gelegentlich anstrengendes, oft missverstandenes Durcheinander entsteht. Willkommen in der Themenvielfalt Neurodivergenz. Ich schreibe darüber bewusst nicht als Ratgeber, denn … Weiterlesen

Mischpult der Neurodiversität: Ein Erklärungsversuch 🎧

Es gibt Menschen, die beim Begriff „Neurodiversität“ sofort nicken, weil sie wissen, wovon die Rede ist – und es gibt andere, die dabei diesen charakteristischen Gesichtsausdruck aufsetzen, irgendwo zwischen höflichem Interesse und dem inneren Wunsch, das Thema möglichst schnell wieder zu schließen. Beide haben eines gemeinsam: Sie glauben, es verstanden zu haben. Die ersten, weil … Weiterlesen

Das Leiden der anderen: Neurodiversität endet nicht an der Schädeldecke

Brain, based on Zero and One numbers Hirn, bestehend aus Einsen und Nullen

Neurodiversität ist ein schönes Wort. Es klingt nach Regenbogen im Kopf, nach toleranter Gesellschaft, nach „anders, aber nicht falsch“. Alles richtig. Alles wichtig. Und trotzdem fehlt in vielen Debatten eine unbequeme Hälfte oder vielleicht auch das Dreiviertel: Neurodiversität passiert nicht im luftleeren Raum. Sie hat Mitbewohner, Partner, Kinder, Eltern, Kollegen, Freunde, Nachbarn und manchmal auch … Weiterlesen

Neurodiversität – Wer behindert hier eigentlich wen?

Spatz sitzt in einer Hand

Von 42thinking.de – Zwischen Lessing, Labor und Latte Macchiato – ein Blick auf das Phänomen der sogenannten Neurodiversität und die Frage, ob hier wirklich jemand „behindert“ ist – oder ob unsere Gesellschaft schlicht Schwierigkeiten mit Vielfalt hat. Wenn Anderssein plötzlich eine Diagnose braucht Es gehört zu den bemerkenswerten Eigenheiten moderner Gesellschaften, dass Unterschiede zwischen Menschen … Weiterlesen

Assessment erfolgreich, Mensch durchgefallen? Wie automatisierte Auswahl erfahrene Problemlöser aus dem Takt bringt

Man denkt, man sei mit der Bewerbung endlich einen Schritt weiter. Lebenslauf abgeschickt, Erfahrung dargelegt, vielleicht sogar ziemlich genau auf die Stelle gepasst. Nach über 20 Jahren Berufspraxis, diversen Erfolgsgeschichten und dem begründeten Gefühl, komplexe Probleme nicht nur theoretisch, sondern ganz real lösen zu können, rechnet man irgendwann nicht mehr mit Überraschungen. Und dann kommt … Weiterlesen

Extreme präsentieren, Durchschnitt ignorieren

DaVinci

Oder: Warum ich anscheinend zu wenig chaotisch bin, um neurodivers zu gelten. Ich weiß nicht, wann genau es passiert ist – vermutlich irgendwo zwischen dem fünften viral gegangenen ADHS-Meme und der Netflix-Doku über den genialen Autisten mit Spezialinteressen in Zahlentheorie –, aber plötzlich scheint es, als gäbe es nur noch zwei Kategorien: völlig neurotypisch oder … Weiterlesen

Schublade „Modediagnose“ – Wenn Neurodivergenz plötzlich im Trend ist

Von wegen Modeerscheinung – was viele als neue Welle psychologischer Selbstinszenierung abtun, ist in Wahrheit ein Spiegel unserer wachsenden diagnostischen Kompetenz. Doch zwischen Social-Media-Selbsthilfe und Fachärzte-Facepalm braucht es dringend eines: Klarheit. Willkommen im Club der „Modekranken“ Da scrollt man also durch Instagram, TikTok und Co und merkt: Die halbe Welt scheint plötzlich ADHS zu haben. … Weiterlesen

Zwischen Reiz und Ruhe: Stress, Neurodivergenz und Burnout – eine Praxis der Pausen-Kultur

Stress ist kein rein negatives Phänomen. Er gehört zur Lebensrealität moderner Arbeit, doch wie er wirkt, hängt stark vom Individuum, vom Kontext und von der Gestaltung des Arbeitsumfelds ab. Dieser Beitrag entfaltet eine differenzierte Perspektive auf Stress als Trigger, besonders im Kontext von Neurodivergenz, zeigt den schmalen Grat zwischen Stress und Burnout auf und skizziert … Weiterlesen

Neurodiversität – Grund, keine Entschuldigung

Skizze eines denkenden Menschen

Neurodiversität ist in den letzten Jahren zu einem festen Begriff in der öffentlichen Debatte geworden. Kaum ein Bereich der Gesellschaft bleibt davon unberührt: Schulen, Unternehmen, Medien und Wissenschaft beschäftigen sich zunehmend mit den unterschiedlichen Formen menschlicher Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Verhaltensweisen. Doch so bereichernd die Perspektive der Neurodiversität sein kann, so groß ist auch die Gefahr … Weiterlesen