Bissiger Blogstil – oder liebevoll zu Tode streicheln?

Mensch am PC

Man liest seinen eigenen Blog und spürt plötzlich den Biss: Manche Sätze beißen zurück. Ist das zu scharf? Zu lang? Zu abseits? Oder genau richtig, um nicht im Strom der sanften Streicheleinheiten zu ertrinken? In diesem Beitrag werfe ich einen selbstkritischen Blick auf 42thinking.de. Mit Humor, Sarkasmus und einem Schuss Tiefgang frage ich: Sollte der … Weiterlesen

Talkshow-Intelligenz – Wenn Eloquenz Expertise ersetzt

Eine kleine Feldstudie über die erstaunliche Widerstandsfähigkeit von Dummheit im Scheinwerferlicht – und nicht nur dort. Expertentum: Das, was übrig bleibt, wenn die Kameras aus sind Fangen wir mit einem irritierenden Gedanken an: Ein Experte ist nicht der, der die beste Bauchbinde hat, sondern der, der auch ohne Mikrofon und Maske noch weiß, wovom er … Weiterlesen

Intelligente Beleidigungen – Nur Perlen vor die Säue?

Skizze eines denkenden Menschen

Manchmal liest man eine intelligente Beleidigungen, so schön, so präzise gemeißelt, dass man sie sofort einrahmen möchte. Nur leider – wer sie verdient, versteht sie nicht. Es gibt Worte, die wie eine gut geölte Guillotine durch die geistige Mittellage einer Diskussion schneiden. Elegant, schneidend, aber ohne Blut. Solche Sätze gehören zu den kleinen Freuden zivilisierter … Weiterlesen

Faule Lehrer – oder faules Bildungssystem?

Teacher in front of a class Lehrer vor einer Klasse

Es ist zu kotzen. Mal wieder sind es die angeblich „faulen Lehrer“, die zu wenig arbeiten, zu viel jammern und sich bitteschön mit ihrem Teilzeitluxus nicht so anstellen sollen – sagt eine Politik, die seit Jahrzehnten an einem kaputten System herumdoktert und sich wundert, dass es immer noch brennt. Während Talkshows und Kommentarspalten darüber debattieren, … Weiterlesen

Demenz trifft Applaus – Wenn das Rudel den Orientierungssinn verliert

Es gibt diese Momente, in denen man sich fragt, ob die Evolution gerade auf Pause gedrückt hat – oder ob sie einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Wenn Opa im Garten steht, vom Krieg erzählt, der keiner war, und Oma das gute Porzellan aus dem Fenster wirft, weil „die Nachbarn sowieso alles haben … Weiterlesen

Der Splitter im Auge des Bruders – und der Balken im eigenen

Wie gerne zeigen wir mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger gen Westen – und übersehen dabei, dass unsere eigene Hand längst blutige Druckstellen trägt. Den Splitter im Auge des Bruders sehen wir – und der Balken im eigenen Auge sehen wir nicht. [Matt. 7,3-5] Trump, Hitler und der moralische Export Man kann die Uhr danach stellen: … Weiterlesen

Marktmacht Deutschland: Selbstmitleid oder blinder Fleck?

Oh, wie liebenswert ist doch unser nationales Lieblingsnarrativ: Deutschland, das arme, überforderte Mütterchen Europa, das von allen Seiten mit Zöllen, Klimazielen und Weltmärkten gequält wird. Friedrich Merz, unser Kanzler der hohlen Phrasen, stellt sich hin und doztiert: „Es nützt überhaupt nichts, wenn wir allein in Deutschland klimaneutral werden. Selbst wenn wir es heute am Tag … Weiterlesen

Laienpolitik zwischen Alterstarrsinn und Lobbyeinfluss

Überforderte Entscheider, die glauben, sie wären Napoleon: Eine Abrechnung mit dem politischen Dilettantismus der Jetztzeit. Es ist immer das Gleiche: Wenn man denkt, es könne nicht schlimmer kommen, beschließt jemand in Berlin, dass es doch geht. Irgendwo zwischen Altersstarrsinn und digitaler Ahnungslosigkeit, zwischen Lobbyeinfluss und realitätsverlorener Selbstüberhöhung agieren Menschen, deren wichtigstes politisches Werkzeug offenbar das … Weiterlesen

Komplexe Probleme? Nichts für eindimensionales Denken – oder: Wenn Friedrich Merz wieder die Welt erklärt

Manchmal fragt man sich, ob Friedrich Merz morgens in den Spiegel schaut und denkt: „Heute rette ich wieder einseitig die Welt.“ Und dann tut er’s – aber nur den ersten Teil. Der zweite bleibt erfahrungsgemäß auf der Strecke. Denn während in seiner Gedankenwelt vermutlich glasklare Einfachheit herrscht, weil Komplexität eh was für Leute mit Zeit … Weiterlesen

Lebenszeichen. Oder: Wenn das Leben debuggt werden müsste

Schreibprozess; Bücher, Buch

Nein, ich bin nicht verschwunden. Nur tief im Stacktrace des Lebens vergraben. 2025 war ein produktives Jahr – über 300 Artikel, zwei Bücher, hunderte Seiten, tausende Gedanken. Und jetzt, Anfang 2026, dieses ohrenbetäubende Schweigen. Man könnte meinen, ich hätte das Schreiben aufgegeben. Aber weit gefehlt: Ich schreibe mehr denn je. Nur nicht hier. Sondern da, … Weiterlesen